Kunst im öffentlichen Raum: Meidling lädt zu spannenden Rundgängen und Festivals ein
In Meidling, einem der charmanten Bezirke Wiens, schlägt das Herz der Kunst im öffentlichen Raum kräftig. Die Reihe „Kunst im öffentlichen Raum“ wird nun mit zwei weiteren kostenlosen Rundgängen fortgesetzt, die spannende Einblicke in die Kunst und Geschichte des 12. Bezirks bieten. Die Organisatoren, Bezirksvorsteher Wilfried Zankl und seine Stellvertreterin Barbara Marx (beide SPÖ), haben sich wirklich etwas Besonderes ausgedacht, um die Bewohner und Besucher zu inspirieren.
Der erste Rundgang hat bereits am Wienerberg begonnen und führte die Teilnehmer durch beeindruckende Arbeiten des Calle Libre Festivals. Hier lernten die Spaziergänger Kunstwerke im öffentlichen Raum kennen, die Geschichten erzählen und Emotionen wecken. Der zweite Rundgang findet am Dienstag, 28. Juli, um 17:30 Uhr statt und trägt den Titel „Kunst, Geschichte & Stadtraum“. Die Route führt über Werke des Calle Libre Festivals, das Schöpfwerk, den Khleslplatz und endet an der Gedenktafel zur Zwangsarbeit beim Theater am Werk. Treffpunkt ist die Lichtensterngasse 13, direkt beim Max-Hegele-Weg.
Kunst und Geschichte verschmelzen
Ein weiteres Highlight der Reihe ist der Abschluss am Mittwoch, 12. August, um 17:30 Uhr, bei dem Barbara Marx die Teilnehmer durch die Arndtstraße 30, zu Street Art, historischen Erinnerungsorten, dem Bezirksmuseum und weiteren Kunstwerken im Grätzl führen wird. Die Teilnahme an beiden Rundgängen ist selbstverständlich kostenlos, jedoch ist eine Anmeldung über die Volkshochschule erforderlich. So bleibt kein Teilnehmer unentdeckt, und jeder hat die Chance, die Kunst hautnah zu erleben.
Doch das ist noch nicht alles! Vom 16. bis 23. August findet im 12. Bezirk das Festival Calle Libre statt, das internationale Street Artists anzieht. Ziel des Festivals ist es, öde Wände in lebendige Kunstflächen zu verwandeln. Das Motto „Youtopia“ soll Vorstellungen einer besseren Zukunft stärken und das ganz in der Atmosphäre von Meidling. Die Künstler, die aus Ländern wie Mexiko, Marokko und Nigeria stammen, arbeiten an großflächigen Wandgemälden (Murals) zwischen der Arndtstraße und der Zanaschkagasse. Das ist nicht nur ein Fest für die Augen, sondern auch eine wunderbare Möglichkeit, die Nachbarschaft auf kunstvolle Weise zum Leben zu erwecken.
Künstlerische Vielfalt in Meidling
Unter den zehn internationalen Künstlern sind auch österreichische Talente wie Mariella Lehner und Perkup zu finden. Die portugiesische Künstlerin Mariana Duarte Santos hat über 50 Wandgemälde geschaffen, die sich mit Themen wie Erinnerung und kollektiver Identität befassen. Ein besonders spannender Mitwirkender ist der Spanier Mohamed L’Ghacham, der nostalgische Bilder aus gefundenen Familienfotos kreiert. Nut, ein chinesischer Street Artist, bringt mit seinen lebendigen Tierfiguren, die aus weiß-blauem Porzellan bestehen, eine ganz eigene Ästhetik mit.
Die Eröffnung des Festivals erfolgt am Samstag um 20 Uhr im Foodmarket Gleis//Garten, wo Live Painting von Coins und eine Comedy-Show auf dem Programm stehen. Am Mittwoch gibt es dann eine Blockparty am Meidlinger Markt mit DJ Phekt, C. Love und DJane Stone. Führungen und Workshops ergänzen das reichhaltige Angebot und laden die Besucher ein, aktiv teilzunehmen. Wer mehr über das Festival erfahren möchte, findet weitere Informationen unter www.callelibre.at.
Die Rolle der Kunst im urbanen Raum
Öffentliche Kunst nimmt in Österreich eine bedeutende Rolle ein. Sie beeinflusst nicht nur das Stadtbild, sondern auch die Identität und das soziale Miteinander der Menschen. Projekte wie der Kunst im öffentlichen Raum oder das Calle Libre Festival sind hervorragende Beispiele, wie Kunst und Gemeinschaft eng miteinander verbunden sind. Institutionen wie die KÖR GmbH in Wien unterstützen Kunstprojekte und fördern die Einbeziehung der Öffentlichkeit in Planungsprozesse.
Die Vielfalt an Kunstformen, von Skulpturen über Installationen bis hin zu Street Art, zeigt auch, wie unterschiedlich Kunst wahrgenommen und erlebt werden kann. Öffentliche Kunstwerke stiften Identität und schaffen Räume für Diskussionen und Reflexion. Die Umwandlung von grauen Wänden in lebendige Kunstflächen ist nicht nur ein optisches Vergnügen, sondern trägt auch zur Belebung und Attraktivität des städtischen Raums bei. Meidling wird somit nicht nur zum Schauplatz für Kunst, sondern auch zum Ort der Begegnung und des Austauschs.
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