Heute ist der 15.07.2026 und wir schauen uns den österreichischen Immobilieninvestmentmarkt an, der aktuell einige Turbulenzen durchlebt. Im ersten Halbjahr 2026 wurde ein Transaktionsvolumen von rund einer Milliarde Euro verzeichnet. Das klingt erst einmal nach viel, doch im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang von 31 Prozent. CBRE, eine der führenden Firmen in der Immobilienberatung, führt diesen Rückgang auf eine merkliche Bremsung der Verkäufe durch offene Immobilienfonds zurück. Das ist schon eine klare Ansage, die zeigt, dass die Atmosphäre am Markt alles andere als rosig ist. Mehr dazu hier.

Besonders krass ist der Rückgang im Wohnsegment, der um etwa 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gefallen ist. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber vor allem die unterschiedlichen Preis- und Renditevorstellungen zwischen Verkäufern und Investoren spielen eine zentrale Rolle. Trotz dieser Herausforderungen gab es aber auch Lichtblicke: Internationale Investoren waren im zweiten Quartal aktiver, mit einem Volumen von rund 300 Millionen Euro. Dies lässt darauf schließen, dass das Vertrauen in den Markt – zumindest teilweise – zurückkehrt. Im ersten Halbjahr 2026 machten internationale Investoren 53 Prozent des gesamten Investmentvolumens aus und das ist ein sprunghafter Anstieg zum Vorjahr, wo es nur 35 Prozent waren.

Die Rolle der Retailimmobilien

Ein Blick auf die Marktanteile zeigt, dass Retailimmobilien die Spitzenposition einnehmen, mit einem Marktanteil von 27 Prozent, gefolgt von Hotels mit 26 Prozent und Wohnimmobilien mit 15 Prozent. Im zweiten Quartal hat der Einzelhandel sogar 32 Prozent des Investmentvolumens ausgemacht, besonders in den angesagten Wiener Highstreet-Lagen. Zu den größten Abschlüssen zählten der Verkauf der Arkade Meidling und des Leonardo Smart Vienna Airport Hotels an einen israelischen Investor. Das klingt nach einem echten Coup! Doch auch hier spüren die Akteure die Unsicherheit durch geopolitische Entwicklungen und ein sich veränderndes Zinsumfeld. EHL hat dazu interessante Insights.

Im Jahr 2025 war das Gesamttransaktionsvolumen noch bei rund 4 Milliarden Euro, also etwa 40 Prozent über dem Niveau von 2024. Das lässt uns aufhorchen, denn das deutet auf einen gewissen Aufschwung hin, auch wenn die Rahmenbedingungen für den Immobilienmarkt herausfordernd blieben. Hohe Inflation, restriktive Kreditvergaben und eine anhaltende Insolvenzwelle sorgten für Druck. EHL war bei über 20 Prozent des Transaktionsvolumens involviert und das zeigt, dass es auch in stürmischen Zeiten Akteure gibt, die mutig sind.

Ausblick auf 2026

Was erwartet uns im Jahr 2026? Die Mehrheit der Befragten sieht ein gleichbleibendes Investitionsniveau, während 29 Prozent von einem Rückgang ausgehen. Das ist ein klarer Kontrast zu den optimistischeren Prognosen des Vorjahres. Stefan Größ von EY Österreich beschreibt die Lage als stabil, jedoch ohne Aufschwung. In Bezug auf die Renditen wird ein überwiegend stabiles Bild erwartet, insbesondere in den Bereichen Büro, Retail und Hotel. Gerade im Wohnsegment sind die Meinungen geteilt: 42 Prozent erwarten stabile, während 30 Prozent mit sinkenden Renditen rechnen. Hier gibt’s mehr Details zu den Meinungen von Experten.

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Insgesamt zeigt sich ein gemischtes Bild. Auf der einen Seite gibt es positive Anzeichen, wie die Aktivität internationaler Investoren und stabile Renditen in einigen Segmenten. Auf der anderen Seite stehen erhebliche Unsicherheiten und Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf Finanzierung und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Die Immobilienbranche bleibt also ein faszinierendes, aber auch herausforderndes Terrain, das es zu beobachten gilt.

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