In Wien-Ottakring hat der Fonds Soziales Wien (FSW) ein neues Chancenhaus eröffnet, das 56 Wohnplätze für wohnungslose Frauen und TIN-Personen (trans, inter* und nicht-binär*) bietet. Die Thaliastraße ist nun ein Ort, wo Frauen in Not ein Stück Sicherheit finden können. Über ein Drittel der 13.260 Menschen, die die Wiener Obdach- und Wohnungslosenhilfe nutzen, sind Frauen. Das zeigt, wie dringend solche Einrichtungen gebraucht werden. Viele von ihnen leben vorübergehend bei Freunden oder Verwandten oder sind sogar in gewaltbelasteten Beziehungen gefangen. Ein echter Teufelskreis, aus dem es oft keinen Ausweg zu geben scheint.

Die Eröffnung des Chancenhauses wurde von Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ) begleitet, der die Bedeutung dieser Einrichtung eindringlich betonte. Hier wird ausschließlich von weiblichem Fachpersonal betreut, was für eine vertrauensvolle Atmosphäre sorgt. Die Zimmer sind gut ausgestattet – sowohl Einzel- als auch Doppelzimmer mit eigener Küche und Bad, was den Frauen ein gewisses Maß an Privatsphäre und Unabhängigkeit bietet. Zudem stehen Gesundheits- und Beratungsangebote bereit. Medizinische, psychologische und suchtbezogene Betreuung können hier in Anspruch genommen werden. Das ist mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Es ist ein Schritt in Richtung Selbstbestimmung.

Besondere Angebote für Frauen

Ein weiteres Highlight sind die queerfreundlichen und haustierfreundlichen Stockwerke. Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch (SPÖ) wies auf die verdeckte Wohnungslosigkeit von Frauen hin und unterstrich die Notwendigkeit, diesen Frauen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. In Wien gibt es nun insgesamt neun Chancenhäuser mit rund 700 verfügbaren Plätzen, und im vergangenen Jahr wurden über 2.000 Menschen in diesen Einrichtungen betreut. Das Chancenhaus in der Thaliastraße ist also ein wichtiger Baustein in einem umfassenden Netzwerk.

In einem ähnlichen Kontext steht das Übergangswohnheim „Hannah – Wohnen für Frauen“, das Unterstützung in Not- und Krisensituationen bietet. Hier finden wohnungslose Frauen ab 18 Jahren Platz und Unterstützung rund um die Uhr. Mit 20 Einzelappartements und zehn Plätzen für akute Notfälle wird versucht, den Frauen eine Perspektive zu geben. Es geht um mehr als nur Unterkunft: Die individuelle Beratung wird auf die Lebenssituation der Frauen abgestimmt, um ihre Fähigkeiten zur Eigenverantwortlichkeit und Konfliktfähigkeit zu fördern. Unterstützung bei der Regulierung von Schulden, der Wohnungssuche und der Entwicklung schulischer sowie beruflicher Perspektiven sind zentrale Ziele dieser Einrichtung.

Ein Lichtblick in schwierigen Zeiten

Für viele Frauen, die sich in einer prekären Lebenssituation befinden, sind solche Einrichtungen wie das Chancenhaus und „Hannah“ ein Lichtblick. Sie bieten nicht nur einen sicheren Ort, sondern auch die Möglichkeit, an der eigenen Lebenssituation aktiv zu arbeiten. Die Voraussetzungen für den Einzug in „Hannah“ sind klar: Wohnungslose Frauen ab 18 Jahren, die qualifizierte Unterstützung und Beratung wünschen, können hier eine neue Chance ergreifen. Es ist eine wichtige Initiative, die zeigt, dass Hilfe und Verständnis Hand in Hand gehen können.

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Die Eröffnung des Chancenhauses in der Thaliastraße ist ein Schritt in die richtige Richtung. Es ist ermutigend zu sehen, dass die Stadt Wien sich aktiv für die Belange von wohnungslosen Frauen einsetzt. In einer Zeit, in der soziale Herausforderungen zunehmen, bleibt die Hoffnung, dass solche Initiativen nicht nur in Wien, sondern auch in anderen Städten Schule machen.

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