Tobias Dolezal gewinnt Wiener Landesmeistertitel beim „Junior Sales Champion“
Heute ist der 1.07.2026 und in Wien-Ottakring gibt es Grund zur Freude! Tobias Dolezal, ein 16-jähriger Lehrling zum Großhandelskaufmann bei Kellner & Kunz, hat den Wiener Landesmeistertitel beim Lehrlingswettbewerb „Junior Sales Champion“ gewonnen. Wow, das ist eine Leistung! Dolezal überzeugte die Jury mit seinem Fachwissen, seiner Beratungskompetenz und einer unübersehbaren Leidenschaft fürs Verkaufen. Es ist schon beeindruckend, was junge Menschen heutzutage leisten können.
Der Wettbewerb selbst ist kein Zuckerschlecken. Ein zehnminütiges Verkaufsgespräch, in dem Produkte präsentiert werden, ist keine einfache Aufgabe. Dolezal hat sich aber wirklich ins Zeug gelegt und das Publikum sowie die Juroren mit seiner Rhetorik und seinem Umgang mit Einwänden beeindruckt. Für seine Mühe wurde er mit 1.000 Euro belohnt! Das ist doch ein schöner Anreiz, oder? Die Plätze zwei und drei gingen an Juliane von Knorring vom Juwelier Ellert und Antonio Bornaz, angehender Einzelhändler bei Spar, die 600 Euro und 400 Euro erhielten.
Engpass am Ausbildungsmarkt
Doch während Dolezal und von Knorring Wien beim österreichweiten Wettbewerb am 7. Oktober vertreten, ist die Situation auf dem Ausbildungsmarkt alles andere als rosig. Laut der Bundesagentur für Arbeit wird jährlich die Fachkräftesituation am Arbeitsmarkt bewertet. Sie nutzen sechs verschiedene statistische Indikatoren, um die Nachfrage und das Angebot in den Berufen zu analysieren. Ein Engpassberuf hat einen Punktewert von ≥ 2,0, während Berufe mit einem Wert von < 1,5 nicht als Engpassberufe gelten. Werte zwischen 1,5 und 2,0 werden weiterhin beobachtet. Diese Daten sind nicht nur für Deutschland relevant, sondern bieten auch einen wertvollen Einblick in die Situation in den einzelnen Bundesländern.
In Dortmund, zum Beispiel, bleibt der Ausbildungsmarkt angespannt, trotz eines Anstiegs der Bewerberzahlen. Die wirtschaftliche Unsicherheit hat dazu geführt, dass viele Unternehmen Investitionen in die Ausbildung zurückstellen. Eine Bilanz des Ausbildungsjahres 2024/2025 zeigt, dass die Zahl der angebotenen Ausbildungsstellen stagniert – in einigen Branchen sogar rückläufig ist. Das ist ein echtes Problem! Immer mehr Unternehmen möchten ausbilden, stehen jedoch vor der Herausforderung der wirtschaftlichen Schwäche.
Die Bedeutung der Lehrlingsausbildung
Margarete Gumprecht, die WKW-Obfrau der Sparte Handel, betont die enorme Bedeutung der Lehrlingsausbildung im Handel. Das zeigt sich auch in der Tatsache, dass viele Jugendliche sich für eine duale Berufsausbildung interessieren. Das Interesse steigt seit drei Jahren kontinuierlich an. Aber: Die Zahl der Schulabgänger sinkt, was die Suche nach geeigneten Bewerbern erschwert. Ende Oktober 2025 verzeichnete die Agentur für Arbeit Dortmund ein Bewerberplus von knapp 4.000 jungen Menschen, während gleichzeitig 263 Lehrstellen unbesetzt blieben. Es ist ein ständiger Kampf zwischen Angebot und Nachfrage.
So bleibt der Ausbildungsplatzmarkt in Bewegung – und die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Es gibt viele, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind. Die Top 10 Ausbildungsplatzwünsche der unversorgten Bewerber zeigen, dass Berufe wie Kaufmann/-frau im Einzelhandel und Verkäufer/in besonders gefragt sind. Dennoch bleibt die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage bestehen. Die Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt macht es den Unternehmen nicht leicht, neue Ausbildungsverträge abzuschließen.
Ob Tobias Dolezal und seine Mitstreiter die Wende im Ausbildungsmarkt bringen können? Wir werden es sehen. Eines ist sicher: Die Zukunft hält spannende Herausforderungen und Chancen bereit, sowohl für die jungen Talente als auch für die Unternehmen. Die nächsten Monate werden entscheidend sein.
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