Die Situation in der Friedmanngasse in Wien-Ottakring ist alles andere als erfreulich. Seit mehreren Jahren kämpfen Anwohner mit einem Problem, das nicht nur unangenehm, sondern auch gesundheitlich bedenklich ist. Unhygienische Fleischlieferungen liegen oft stundenlang auf der Straße, zwischen parkenden Autos und dem Gehsteig. Man könnte meinen, das allein wäre schon ein großes Ärgernis, aber das ist erst die Spitze des Eisbergs. Bezirksrat Simon Ziegler von den Grünen hat die Problematik in den letzten Monaten immer wieder angesprochen und fordert endlich Maßnahmen von Bezirk und Marktamt. Er beschreibt die Situation als lebensmittelhygienisch katastrophal. Die Kühlkette wird nicht eingehalten, das bedeutet, dass das Fleisch mehr als eine Stunde ungekühlt im Freien liegt – und das ist ein großes Problem für die Gesundheit der Anwohner.
Immer wieder berichten Anwohner, dass Lieferwagen aus dem Ausland die Ware einfach abstellen, während Mitarbeiter aus nahegelegenen Betrieben diese abholen. Das Marktamt, hier die MA 59, ist über den „Hotspot“ in Ottakring informiert und führt regelmäßige Kontrollen durch. Doch trotz dieser Maßnahmen kann keine hundertprozentige Kontrolle garantiert werden. Es werden zwar Verwaltungsstrafen verhängt, Anzeigen erstattet und sogar Fleischbestände vernichtet, aber die Probleme bleiben bestehen. Ziegler hat sich bereits mehrfach an das Marktamt gewandt, doch die Veränderungen sind bislang eher gering.
Verstärkung der Kontrollen geplant
Das Marktamt hat angekündigt, die Kontrollen an diesem und anderen Hotspots zu verstärken. Ob das ausreicht, um die Situation zu verbessern? Das bleibt abzuwarten. Die Anwohner sind jedenfalls frustriert. Sie haben das Gefühl, dass ihre Sorgen nicht ernst genommen werden, während sie tagtäglich die Folgen dieser unhygienischen Zustände erleben müssen. Die Kombination aus Fleischlieferungen, die stundenlang ungekühlt auf der Straße liegen, und der Tatsache, dass viele Menschen in der Nähe wohnen, ist nicht nur ein gesundheitliches, sondern auch ein großes soziales Problem.
Wie geht es weiter? Werden die Maßnahmen des Marktamtes tatsächlich ausreichen, um die hygienischen Bedingungen in der Friedmanngasse zu verbessern? Die Anwohner hoffen auf eine schnelle Reaktion, denn schließlich geht es hier um ihre Gesundheit und Sicherheit. Wenn das Marktamt die Kontrollen verstärkt, könnte dies ein erster Schritt in die richtige Richtung sein. Aber es braucht auch das Engagement der Lieferanten und der Betriebe, um sicherzustellen, dass die Kühlkette eingehalten wird. Denn nur so kann die Gesundheit der Menschen in Ottakring langfristig geschützt werden.