Im Ordeltpark in Penzing gibt es jetzt etwas ganz Besonderes zu entdecken! Am 28. Mai wurde eine öffentliche Kommunikationstafel mit Piktogrammen vorgestellt, die speziell dafür gedacht ist, Menschen mit eingeschränkter Sprachfähigkeit zu unterstützen. Diese Tafel ist nicht nur ein neues Element im Park, sondern auch ein Schritt in Richtung Inklusion und bessere Verständigung.
Die Idee hinter diesem Projekt stammt von der Bezirksvorstehung und engagierten Pädagoginnen und Pädagogen der Schulen Kienmayergasse und Zennerstraße. Bei der Präsentation waren unter anderem Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner von der SPÖ und Mitarbeiter der MA 42-Wiener Stadtgärten anwesend. Es war ein schöner Tag, und alle waren sichtlich stolz auf das, was hier geschaffen wurde. Die Tafel wurde am Spielplatz installiert, wo sie die Kommunikation beim Spielen fördern soll. Kinder können nun mithilfe von Piktogrammen und Satzbausteinen einfache Wünsche oder Sätze bilden, was für viele eine große Erleichterung darstellt.
Ein Schub für die Sprachförderung
Die Tafel ist ein echtes Plus, nicht nur für Kinder mit Sprachschwierigkeiten, sondern auch für jene, die Deutsch als Zweitsprache lernen. Die Farben und Symbole auf der Tafel sind so gestaltet, dass sie einem speziellen pädagogischen System folgen, das grammatikalische Zusammenhänge fördert. Es ist sehr spannend zu sehen, wie durch solch einfache Mittel die Sprachfähigkeit von Kindern verbessert werden kann.
Dieses Projekt wird als Pilotprojekt betrachtet und könnte möglicherweise in anderen Wiener Bezirken weitergeführt werden. Das hängt allerdings von den Nutzergruppen und der Zusammenarbeit mit Pädagogen ab. Die Piktogramme sind besonders für Menschen mit Sprachbehinderungen konzipiert, einschließlich Kinder im Autismus-Spektrum. Es ist ein kleiner, aber bedeutender Schritt in die richtige Richtung.
Sprachförderung als Schlüssel
Sprache ist ein fundamentaler Bestandteil unserer Kommunikation. Laut aktuellen Studien betrifft der Förderschwerpunkt Sprache etwa 10% aller Schüler:innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Die Bedeutung von Sprache für den persönlichen Ausdruck und das Lernen kann nicht genug betont werden. Frühzeitige Maßnahmen zur Sprachförderung sind entscheidend, denn sie legen den Grundstein für schulisches Lernen und soziale Integration. Sprach- und Kommunikationsstörungen können sich in verschiedenen Formen zeigen, sei es durch gestörten Redefluss oder Probleme mit der Aussprache.
Das Ziel der Sprachförderung ist klar: Beeinträchtigungen abbauen und die selbstbestimmte Kommunikationsfähigkeit fördern. Im Unterricht kommen verschiedene Maßnahmen zum Einsatz, um sprachliche Hürden abzubauen. Dazu gehören unter anderem der sprachsensibler Unterricht, die Auswahl passgenauer Texte und die Nutzung von Hilfsmitteln wie Lernplakaten oder der SPLINT App. Diese App ermöglicht es Lehrkräften, individuelle Förderpläne zu erstellen und gezielte Unterstützung anzubieten. In Zukunft wird sogar das Marburger Sprachscreening über die SPLINT Web-App verfügbar sein, was die Möglichkeiten weiter verbessert.
Insgesamt zeigt das Projekt im Ordeltpark, wie wichtig es ist, Räume der Kommunikation zu schaffen und die Sprachförderung für Kinder zu intensivieren. Es ist einfach großartig zu sehen, wie durch kleine Veränderungen große Fortschritte für viele Kinder ermöglicht werden können. Man kann nur hoffen, dass bald noch mehr solcher Initiativen folgen!
Wenn Sie mehr über dieses Projekt erfahren möchten, besuchen Sie gerne die Quelle: meinbezirk.at.
