Heute ist der 19.06.2026. In Wien-Simmering gibt es Grund zur Freude! Richard K., ein 60-jähriger Mann, der vor zwei Jahren sein Bein aufgrund von Diabetes verloren hat, hat endlich eine barrierefreie Gemeindewohnung gefunden. Nach zwei langen Jahren des Wartens kann er nun in die neue Zweizimmerwohnung in der Hoefftgasse 8 einziehen. Diese Wohnung mit Balkon hat eine Fläche von 54 Quadratmetern und kostet 530 Euro Miete. Richard war teilweise auf einen Rollstuhl angewiesen und musste aus seiner vorherigen Wohnung ausziehen, da die Stufen für ihn nicht mehr zu bewältigen waren. Die neue Wohnung ist ein Lichtblick für ihn und seine Lebensqualität.

Die Wohnanlage, in der Richard K. nun einzieht, bietet nicht nur eine barrierefreie Wohnung, sondern auch eine Reihe von Annehmlichkeiten. Im 2. Stock gibt es eine Dachterrasse, die zum Verweilen einlädt, und einen Partyraum, der den Bewohnern zur Verfügung steht. Das Besondere an diesem Neubau ist, dass er eine Erweiterung der bestehenden Wohnhausanlage im Muhrhoferweg darstellt und insgesamt 52 Wohnungen realisiert wurden, die Platz für rund 130 Menschen bieten. Rund ein Viertel der versiegelten Fläche wurde in Grün- und Freiräume umgewandelt, was das gesamte Wohnumfeld aufwertet.

Barrierefreies Wohnen in Wien

Die Wohnungen sind nicht nur barrierefrei, sondern auch mit modernen Standards ausgestattet. Normgerechte Einbauhöhen für Steckdosen und Schalter, bodenebene Duschen sowie barrierefreie Badezimmer sind nur einige der Merkmale, die den Alltag erleichtern. Die breiten Türen und rutschfesten Bodenbeläge sorgen zusätzlich dafür, dass sich Richard und andere Bewohner sicher und wohlfühlen können. Die Energieversorgung erfolgt durch Fernwärme und eine Photovoltaikanlage auf dem Gründach – ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit.

Wiener Wohnen Vizedirektor Philipp Wachter hebt hervor, wie wichtig diese neuen Wohnungen für das Grätzl sind. Mit dem 20. Gemeindebau NEU wurden insgesamt 2.114 neue Gemeindewohnungen in 12 Bezirken geschaffen. Inzwischen wohnen über 4.900 Wiener in einer neuen Gemeindewohnung, und weitere 1.000 sind aktuell im Bau – das zeigt, wie sehr der Bedarf an barrierefreiem Wohnraum wächst.

Unterstützung für Barrierefreies Bauen

Wer sich für den Bau oder die Gestaltung von barrierefreien Wohnungen interessiert, kann auf die Kompetenzstelle barrierefreies Planen, Bauen und Wohnen in Wien (MA 25) zurückgreifen. Die Stelle bietet Beratungen und Hilfestellungen an, auch vor Ort. Ansprechpersonen stehen von Montag bis Freitag zwischen 8 und 13 Uhr zur Verfügung. Es wird empfohlen, Unterlagen wie Pläne oder Fotos mitzubringen, um bestmöglich beraten zu werden.

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Die Aufgaben dieser Kompetenzstelle sind vielschichtig. Sie wirkt nicht nur bei der barrierefreien Lebensraumgestaltung mit, sondern ist auch die zentrale Anlaufstelle für Anliegen zum Thema „Barrierefreies Bauen“. Zielgruppen sind betroffene Bürgerinnen und Bürger, Angehörige, Bauherrinnen und Bauherrn sowie Planerinnen und Planer, die sich für eine inklusive Bauweise interessieren.

Insgesamt zeigen diese Entwicklungen, dass Wien sich aktiv für ein barrierefreies Leben einsetzt. Richard K. ist ein Beispiel dafür, wie wichtig solche Initiativen für die Lebensqualität der Menschen sind. Es bleibt zu hoffen, dass weiterhin viele solcher Projekte in der Hauptstadt realisiert werden.

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