Heute ist der 23.04.2026 und in Wien-Simmering sorgt die Vermüllung von Gemeindebauten erneut für Aufregung. Die Bewohner des Gemeindebaus Muhrhoferweg 13-19 sind über die Zustände am Mistplatz empört. Immer wieder kommt es zu Beschwerden über Verunreinigungen und Sperrmüllablagerungen, was Wiener Wohnen veranlasste, einen Aushang anzubringen, der zur Ordnung aufruft. Ein Bewohner bezeichnete das Schreiben als „Hohn“, da die Probleme weiterhin bestehen.
Um dem Missstand entgegenzuwirken, hat Wiener Wohnen bereits Firmen mit der Errichtung einer Umzäunung der Mistplätze beauftragt, die bis Juni 2024 abgeschlossen sein soll. Eine Sprecherin von Wiener Wohnen erklärte, dass an einem der Mistplätze bereits gearbeitet wird, während der zweite Mistplatz bis Ende Juni 2024 eingezäunt sein soll. Die eingezäunten Mistplätze werden nur für Bewohner mit Schlüssel zugänglich sein. In diesem Jahr fanden zudem bereits 14 Begehungen durch Ordnungsberater statt, und es wurden 14 Entrümpelungen im Außenbereich sowie 19 in Kellergängen durchgeführt.
Ähnliche Probleme in anderen Gemeindebauten
Doch nicht nur im Muhrhoferweg 13-19 kämpfen die Bewohner mit Müllproblemen. Auch im Gemeindebau Zanaschkagasse 12 in Wien-Meidling sieht es düster aus. Bewohner Martin S. schildert dort katastrophale Zustände: Müll im Stiegenhaus, ein stinkender Aufzug, kaputte Türen und beschmierte Wände. Der Aufzug ist häufig defekt, mindestens zweimal pro Woche. Besonders nach Silvester, an Wochenenden und Feiertagen, verschärfen sich die Probleme durch Vandalismus und höhere Verschmutzung.
Martin, der seine Wohnung im Juni 2022 aus gesundheitlichen Gründen erhielt, hat mehrfach Wiener Wohnen kontaktiert, aber bisher keine Hilfe erfahren. Die Situation ist so angespannt, dass er und seine Freundin im Aufzug von Nachbarn bedroht wurden, was ihn zu einer psychologischen Betreuung führte. Er äußert Angst um seine Sicherheit und den Wunsch nach einem ruhigen Leben. Wiener Wohnen hingegen betont, dass die Wohnanlage von vielen Menschen frequentiert wird, was zusätzliche Herausforderungen mit sich bringt. Die Hausbetreuung arbeitet erst an den folgenden Werktagen, was häufigere Verunreinigungen nach Wochenenden und Feiertagen zur Folge hat.
Maßnahmen zur Verbesserung der Situation
Um die Sauberkeit in den Wohnanlagen zu gewährleisten, setzt Wiener Wohnen verstärkt Ordnungsberater ein, die auch die Bewohner über das Reinhaltegesetz aufklären sollen. Es bleibt abzuwarten, ob die geplanten Maßnahmen, wie die Umzäunung der Mistplätze und die verstärkte Präsenz von Ordnungsberatern, eine spürbare Verbesserung der Situation herbeiführen können. Der Wunsch der Bewohner nach einem sauberen und sicheren Wohnumfeld ist nachvollziehbar und sollte oberste Priorität haben.
Die Berichte aus den Gemeindebauten zeigen, dass die Probleme mit Müll und Vandalismus nicht isoliert sind, sondern ein größeres Bild der Herausforderungen in städtischen Wohnanlagen widerspiegeln. Die Verantwortung für Sauberkeit und Ordnung liegt nicht nur bei den Wohnbaugesellschaften, sondern auch bei den Bewohnern selbst, die durch rücksichtsloses Verhalten das Zusammenleben erschweren.