In Wien tut sich was in Sachen umweltfreundlicher Mobilität! Im Rahmen des Projekts „Zero Emission Transport“ (ZET) haben 50 Unternehmen aus verschiedenen Branchen und Größen ihr Engagement für emissionsfreien Transport unter Beweis gestellt. In Zusammenarbeit mit der Stadt Wien und der Wirtschaftskammer Wien startet dieses spannende Projekt im Juni 2024. Die teilnehmenden Unternehmen werden dabei in den 1. und 2. Bezirk emissionsfrei unterwegs sein – das klingt doch nach einem Schritt in die richtige Richtung!

Bereits jetzt haben die Unternehmen fast 5,1 Millionen Kilometer emissionsfrei zurückgelegt und damit knapp 2.000 Tonnen CO₂-Äquivalente eingespart. Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, hebt die Bedeutung des Projekts für die mobile Transformation der Stadt hervor. Die eingesparte CO₂-Menge entspricht der Menge, die etwa 150 Hektar Wald in einem Jahr aufnehmen würden. Das zeigt, wie wichtig und wirkungsvoll solche Initiativen sind. Die teilnehmenden Unternehmen setzen auf eine Vielzahl von Fahrzeugen, darunter Pkw, Lieferwägen, vollelektrische Busse, Müllfahrzeuge und Lkw mit Ladekran. Eine zentrale Erkenntnis ist der Wunsch nach einer größeren Verfügbarkeit von emissionsfreien Spezialfahrzeugen am Markt. Das ist doch ein Hinweis darauf, dass die Nachfrage da ist!

Wien und die Mobilitätswende

Doch wie steht es um die allgemeine Verkehrssituation in Wien? Die Verkehrs- und mobilitätspolitischen Diskussionen sind oft emotional und polarisiert. Viele Wienerinnen, fast 90%, sind der Meinung, dass man gut ohne eigenes Auto auskommen kann. Das zeigt sich auch in der zunehmenden Nachfrage nach Sharing-Angeboten, sicheren Wegen für Fußgänger und Radfahrer sowie mehr Platz im öffentlichen Raum. Es wird klar, dass ein Umdenken stattfinden muss – weg von einer autozentrierten hin zu einer menschengerechten Mobilitätspolitik.

Wien hat im Vergleich zu anderen Bundesländern die geringsten CO2-Emissionen pro Kopf. Dennoch sind die CO2-Emissionen des Verkehrs seit 2005 gesunken, während sie aufgrund von Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum gestiegen sind. Interessanterweise liegt der Pkw-Bestand pro Einwohnerin in Wien ein Drittel unter dem österreichischen Durchschnitt. Seit 2005 ist der Motorisierungsgrad in Wien um 7% gesunken, während er in anderen Bundesländern gestiegen ist. Das ist schon eine spannende Entwicklung. Und 2018 legten die Wienerinnen 27% weniger Kilometer mit dem Auto zurück als noch 2005.

Die Zukunft der Mobilität

Die Herausforderung bleibt allerdings groß: Rund 43% der Treibhausgasemissionen in Wien stammen aus dem Verkehr, wobei mehr als die Hälfte davon von Pkw-Fahrten ausgeht. Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen bis 2030 um 50% und bis 2040 sogar um 100% zu reduzieren – und das im Vergleich zu 2005! Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, sind zahlreiche Maßnahmen nötig, darunter ein effektives Parkraummanagement, der Ausbau des öffentlichen Verkehrs, die Förderung der 15-Minuten-Stadt und vieles mehr.

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Ein weiterer Baustein ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Die städtischen Kfz-Flotten sollen bis 2025 CO2-frei sein. Auch die Unterstützung klimafreundlicher Mobilitätsangebote durch Unternehmen spielt eine wichtige Rolle. Der Ausstieg aus fossilen Antrieben wird durch EU-Verordnungen und städtische Maßnahmen vorangetrieben. Diese Entwicklungen zeigen, dass Wien auf einem guten Weg ist, um eine nachhaltige Mobilität zu fördern und gleichzeitig die Lebensqualität der Bürgerinnen zu steigern.

Und wenn man bedenkt, dass der Wunsch nach Veränderung stark ausgeprägt ist, könnte die Zukunft der Mobilität in Wien tatsächlich ein bisschen heller und grüner sein.