Wiener Arbeitslosigkeit: Anstieg verlangsamt sich, Hoffnung für die Zukunft!
Die Arbeitsmarktlage in Wien bleibt angespannt, wenn auch eine gewisse Verlangsamung im Anstieg der Arbeitslosigkeit festgestellt werden kann. Laut dem AMS Wien waren im Mai 2025 insgesamt 119.136 Personen arbeitslos gemeldet, was einem Anstieg von 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung markiert den niedrigsten Zuwachs seit fast zwei Jahren.
Winfried Göschl, der Leiter des AMS Wien, äußerte sich optimistisch über die abflachende Dynamik der Arbeitslosigkeit, sieht jedoch für das laufende Jahr keine grundlegenden Veränderungen in der Tendenz. Ein weiteres Signal ist der Anstieg der Zahl der Personen in Schulungen, die mit 37.635 ebenfalls um 0,8 Prozent gestiegen ist, sodass die Summe beider Gruppen einen Gesamtanstieg von 4,8 Prozent zeigt.
Besondere Gruppen betroffen
Besonders bemerkenswert sind die Zahlen zu den über 50-Jährigen und den unter 25-Jährigen. Bei den älteren Arbeitnehmern stieg die Arbeitslosigkeit oder die Teilnahme an Schulungen um 5,4 Prozent, während die Zahl der jungen Arbeitsuchenden unter 25 Jahren um 6,3 Prozent zunahm. In diesem Kontext appelliert das AMS an junge Menschen, die im Herbst eine Lehrausbildung beginnen möchten, sich umgehend zu melden. Die Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Lehrstellen wird ebenfalls angeboten.
Die Nachfrage nach Arbeitsplätzen zeigt regional unterschiedliche Entwicklungen. Im Baujahr war ein Rückgang von 2,4 Prozent zu verzeichnen, während in der Warenproduktion und im Einzelhandel die Arbeitslosigkeit um jeweils 8,2 Prozent anstieg. Auch die Hotellerie und Gastronomie spürten einen Anstieg von 6,6 Prozent.
Gesamtübersicht zur Arbeitslosigkeit in Wien
<pIm Jahr 2023 waren bereits 146.582 Wiener*innen als arbeitslos, in Schulungen oder lehrstellensuchend gemeldet, wobei nur 108.372 tatsächlich arbeitslos waren. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit betrug im Vergleich zum Vorjahr 3,1 Prozent, was jedoch noch unter den Höchstständen von 2020 und 2021 liegt. Besonders stark betroffen sind Männer mit einem Anstieg von 5 Prozent, während Frauen nur einen Anstieg von 0,7 Prozent verzeichneten.
Die Armutsgefährdung unter den arbeitslosen Personen in Wien hat sich im Vergleich zu 2021 um 11,4 Prozentpunkte verringert. Aktuell sind 40,9 Prozent der AMS-Empfänger armutsgefährdet, was den niedrigsten Wert seit einem Jahrzehnt darstellt. Die Armutsgefährdungsquote bei nicht österreichischen Staatsbürger*innen liegt bei 48,6 Prozent, während für österreichische Staatsbürger*innen 32,2 Prozent zu verzeichnen sind.
Blick in die Zukunft
Die Daten werden monatlich aktualisiert, um einen klaren Überblick über die Entwicklungen am Arbeitsmarkt zu geben. Im April 2025 waren insgesamt 311.838 Personen beim AMS gemeldet, wobei die Arbeitslosenquote bei 7,3 Prozent lag. Der Anstieg betraf nahezu alle soziodemographischen Gruppen und zeigt, dass weiterhin Handlungsbedarf besteht. Die Langzeitbeschäftigungslosigkeit bleibt mit 29 Prozent unter den Arbeitslosen ein großes Problem.
Insgesamt wird die Unterstützung durch das AMS und verschiedene Programme zur Beschäftigungssicherung weiterhin von großer Bedeutung sein, um den Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt aus der Not heraus zu begegnen und langfristige Perspektiven zu schaffen. arbeit plus bietet hierbei umfassende Statistiken und Analysen zur aktuellen Lage.
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