Segnung, Engel und Abschied: Ein unvergesslicher Tag in der Markuskirche
Am 20. September 2026 war in der Markuskirche in Wolfsberg viel los. Eine Familienmesse stand auf dem Programm, und die Kirche war gefüllt mit bunten Schultaschen. Es war ein besonderer Anlass, denn viele Kinder hatten ihre Schultaschen mitgebracht, die während des Gottesdienstes gesegnet wurden. Die Segnung war mehr als nur ein Ritual; sie sollte den Kindern den Segen Gottes für das neue Schuljahr mit auf den Weg geben. Ein schönes Gefühl, oder? Das Licht der Kerzen und die fröhlichen Gesichter der Kinder sorgten für eine herzliche Atmosphäre.
Zum krönenden Abschluss der Messe erhielt jedes Kind einen fluoreszierenden Schutzengel als Geschenk. Dieser kleine Engel sollte nicht nur dafür sorgen, dass die Kinder im Straßenverkehr besser sichtbar sind, sondern auch eine ständige Erinnerung an Gottes Schutz und Begleitung sein. Während die Kinder strahlend ihre Engel in Empfang nahmen, kam auch eine Überraschung für Stadtpfarrer Christoph Kranicki. Ab Oktober wird er in Graz ein Studium in Ethik und Gesellschaftslehre beginnen.
Ein besonderer Abschied
Der Pfarrgemeinderat überreichte ihm eine Schultüte, gefüllt mit Proviant für die ersten Lehrveranstaltungen. Obfrau Beatrix Stocker übergab die Schultüte im Namen des Pfarrgemeinderates und die Überraschung sorgte für viel Freude. Ein schöner Moment, der die Verbundenheit zwischen Pfarrer und Gemeinde deutlich machte. „Wir wünschen dir viel Kraft, Freude, Ausdauer und Gottes Segen für dein Studium“, so die Botschaft des Pfarrgemeinderates.
Doch der Pfarrgemeinderat hat nicht nur an den Stadtpfarrer gedacht. Am 1. April fand ein österreichweites Online-Treffen von Pfarrgemeinderät:innen statt, geleitet von Bischof Josef Marketz. Hier wurden die ersten Ergebnisse des „PGR-Kompass 2024“ präsentiert. Rund 3.114 Pfarrgemeinderäte nahmen teil, was etwa 10% der Ehrenamtlichen in den Pfarren ausmacht. Bischof Marketz betonte die Notwendigkeit des Zuhörens und der Zusammenarbeit zwischen Ehren- und Hauptamtlichen. Man merkt, dass die Pfarrgemeinderäte sich aktiv an der Gestaltung des Pfarrlebens beteiligen.
Die Herausforderungen der Zukunft
Die Umfrage ergab, dass 97% der Befragten ihr Engagement als aktive Mitgestaltung des Pfarrlebens sehen. Dennoch äußern über 50% der Teilnehmer Sorgen um die Zukunft des Pfarrgemeinderats, insbesondere in Bezug auf die Nachwuchsgewinnung. Die Kinder- und Jugendarbeit wird als besonders herausfordernd angesehen, und viele wünschen sich mehr Unterstützung durch Hauptamtliche. Die Diözesen sind hier gefragt, eine aktivere Rolle in der Begleitung und Strukturentwicklung zu übernehmen.
Die Pfarrgemeinde bildet eine Gemeinschaft in Christus, und der Pfarrgemeinderat hat eine wichtige Mitverantwortung für das Leben und die Entwicklung der Gemeinde. Gewählte Frauen und Männer gestalten zusammen mit dem Pfarrer das Pfarrleben und setzen sich mit den Lebensumständen der Menschen vor Ort auseinander. Es geht darum, die Herausforderungen des Alltags im Licht des Evangeliums zu deuten und entsprechend zu handeln. Ein schöner Gedanke, der den Kern der kirchlichen Arbeit trifft. Es bleibt spannend, wie sich die Entwicklung in den kommenden Jahren gestalten wird.
