Heute ist der 16.10.2026 und die Vorfreude auf die Salzburger Festspiele wächst. Während die letzten Vorbereitungen für die kommende Saison laufen, gibt es große Neuigkeiten aus der Festspielstadt. Das Salzburger Messezentrum wird zur Ersatzspielstätte, während das Große Festspielhaus von Herbst 2028 bis Frühjahr 2031 grundlegend saniert wird. Diese Entscheidung wurde vom Kuratorium des Salzburger Festspielfonds in enger Zusammenarbeit mit dem Direktorium getroffen. Das bedeutet, dass die Salzburger Festspiele während dieser Zeit auf zwei Schwerpunkte setzen: bestehende Bühnen in der Altstadt und das Messezentrum. Ein kluger Schachzug, um den künstlerischen Betrieb aufrechtzuerhalten!

Der designierte Intendant Peter de Caluwe legt großen Wert auf die künstlerische Ausrichtung und hebt die Notwendigkeit hervor, die Verbindung zur Altstadt zu erhalten. Im Messezentrum sollen vor allem Konzerte und besondere Projekte stattfinden, um neue Publikumsschichten anzusprechen. Landeshauptfrau Karoline Edtstadler hat die frühzeitige Einbindung des künftigen Intendanten gelobt, was zeigt, dass hier alle an einem Strang ziehen. Die ersten Programmplanungen für die Sommer 2029 und 2030 können nun konkret angegangen werden.

Ein großer Schritt für die Festspiele

Die Sanierung der Festspielhäuser ist dringend notwendig. Sie benötigen nicht nur eine grundlegende Erneuerung, sondern auch eine Neuorganisation und Erweiterung. Ein Ziel dieser Maßnahmen ist es, den Arbeitnehmerschutz und den Brandschutz zu verbessern sowie die Arbeitsbedingungen für Künstler zu optimieren. Schließlich werden die Festspielhäuser ganzjährig von Salzburger Kulturinstitutionen und internationalen Gastveranstaltern genutzt.

Die Eröffnung des Großen Festspielhauses im Jahr 1960 hat nicht nur neue künstlerische Möglichkeiten eröffnet, sondern auch die Festspielstadt nachhaltig geprägt. Es gab bereits viele Veränderungen, wie die Eröffnung des Hauses für Mozart im Jahr 2006, das das Kleine Festspielhaus ersetzte, und die Aufrüstung der Felsenreitschule zu einer gleichwertigen Opern- und Konzertspielstätte. Im Oktober 2022 wurde eine Großinvestition von rund 262 Millionen Euro für die Modernisierung und Erweiterung angekündigt. Der Baustart für die Sanierung ist im kommenden Herbst 2026, und die Gesamtnutzfläche wird um etwa 10.000 Quadratmeter auf 46.520 Quadratmeter erhöht!

Der Weg in die Zukunft

Parallel zur Suche nach geeigneten Ersatzspielstätten läuft das Bauprojekt „Festspielbezirk 2030“. Im Mönchsberg haben die Fräsarbeiten für eine neue Kaverne begonnen, die die Festspielhäuser unterirdisch verbinden soll. Im „Haus im Berg“ entstehen unter anderem Probesäle und Montagehallen. Ein neuer Zugang im Siegmundstor wird die Anlieferung erleichtern. Die Werkstätten der Salzburger Festspiele müssen während der Bauarbeiten interimistisch umziehen, mit Standorten in der Münchner Bundesstraße, Peilsteinerstraße und Altstadt. Die Umzugsarbeiten beginnen bereits im Januar 2027.

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Die letztjährige Saison endete am 30. August mit mehr als 261.300 Gästen aus 84 Ländern und einer beeindruckenden Auslastung von über 99 Prozent. Insgesamt wurden 172 Aufführungen an 19 Spielstätten sowie 37 Vorstellungen im Jugendprogramm „jung & jede*r“ angeboten. Das zeigt, wie lebendig und wichtig die Salzburger Festspiele für die Kultur sind!

Die Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler hat die Dringlichkeit der Sanierung betont und möchte mit einem behutsamen Umgang mit der historischen Substanz ein Zeichen der Lebendigkeit setzen. Auch Intendant Markus Hinterhäuser ist sich der Verantwortung bewusst und sieht die Sanierung als Chance, das Erbe von Clemens Holzmeister zu bewahren und zur Baukultur der Gegenwart beizutragen.

Schließlich wird die gesamte Region mit diesen Entwicklungen profitieren. Die Salzburger Festspiele sind nicht nur ein kulturelles Highlight, sondern auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Vorfreude auf die kommenden Jahre wächst, und wir dürfen gespannt sein, wie sich alles entwickeln wird.