Ein dichtes Triathlon-Wochenende liegt hinter den Athletinnen und Athleten: Bei Rennen in Barcelona, Sardinien, Alanya und Tongyeong gab es mehrere deutsche Podiumsplätze. Auch aus österreichischer Sicht lohnt der Blick auf die Resultate – selbst wenn die großen Schauplätze diesmal weit weg von Zell am See lagen.

In Barcelona gingen mehr als 4.000 Athleten an den Start. Jannik Schaufler holte über die Mitteldistanz in 3:35:40 Stunden Rang drei. Der Neuseeländer Kyle Smith gewann in 3:30:39 Stunden vor dem Schweizer Sven Thalmann, der 3:35:01 Stunden benötigte. Smith legte den Grundstein auf dem Rad: Seine Zeit von 1:50:42 Stunden war die schnellste des Rennens.

Krüger läuft in Barcelona noch aufs Podium

Bei den Frauen setzte sich Anastacia Damm Nielsen aus Dänemark in 4:00:59 Stunden durch. Nur fünf Sekunden später kam Marta Bernardi aus Italien ins Ziel. Katharina Krüger wurde in 4:07:28 Stunden Dritte. Rund zwei Kilometer vor dem Ziel überholte sie noch die Spanierin Maria Vilas. Carolin Meyer belegte mit 4:09:56 Stunden den fünften Platz.

Ein Rennen, bei dem am Ende offenbar jedes Körnchen zählt. Krüger blieb dran, wartete ihren Moment ab und zog auf den letzten Kilometern vorbei.

Auf Sardinien feierte Daniela Kleiser bei ihrer Rückkehr nach längerer Wettkampfpause gleich Rang zwei. Für die Strecke im Rahmen der Challenge Forte Village Sardinia brauchte sie 4:11:33 Stunden. Die Britin Nikki Bartlett gewann in 4:09:50 Stunden, Justine Guerard aus Frankreich wurde in 4:16:32 Stunden Dritte.

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Bei den Männern arbeitete sich Tom Hug mit einem starken abschließenden Lauf noch auf Rang drei vor. Seine Endzeit: 3:40:17 Stunden. Pierre Dupuy aus Frankreich siegte in 3:37:56 Stunden vor dem Belgier Joran Driesen, der 3:39:47 Stunden benötigte. Dupuy hatte sich auf dem Rad einen Vorsprung erarbeitet und verteidigte ihn beim Laufen. Ruben Zepuntke wurde in 3:44:25 Stunden Vierter.

Knapp vorbei in Alanya, Top zehn in Tongyeong

Beim Europacup in Alanya belegte Anabel Knoll über die Sprintdistanz in 1:00:22 Stunden den zweiten Platz. Die Schweizerin Anouk Danna gewann in 59:57 Minuten. Carlotta Bülck verpasste das Podium als Vierte in 1:00:33 Stunden um sieben Sekunden. Johanna Uherek wurde in 1:01:30 Stunden Neunte, Sophia Weiler kam mit 1:01:51 Stunden auf Rang zwölf.

Bei den Männern war Luca Fahrenson als Fünfter in 54:29 Minuten bester Deutscher. Der Franzose Martin Hubner gewann in 54:07 Minuten.

Im Weltcup von Tongyeong erreichte Nina Eim über die Sprintdistanz in 56:57 Minuten den fünften Platz. Zehn Sekunden fehlten ihr auf das Podium. Bei starkem Regen hielt sie sich lange in der Spitzengruppe, konnte im abschließenden Fünf-Kilometer-Lauf aber nicht mehr um die Medaillen kämpfen.

Für Eim war es nach Rang vier in Rom und Platz acht in Peking bereits das dritte Top-Ten-Ergebnis seit ihrer Rückkehr nach längerer Verletzungspause. Xinyu Lin aus China gewann in 56:42 Minuten vor ihrer Landsfrau Anqi Huang und der Französin Mathilde Gautier. Josephine Seerig wurde als zweite Deutsche 25.

Bei den Männern siegte der Spanier Alberto Gonzalez Garcia in 50:03 Minuten. Justus Töpper war als 19. der beste Deutsche.

Live dabei – auch vom Rand der Strecke

Wer in Barcelona nicht selbst im Wasser, auf dem Rad oder in den Laufschuhen unterwegs war, konnte das Rennen über die App „Wefeel Crono“ verfolgen. Sie bietet Live-Ergebnisse und ermöglicht es, die Zeiten von Freunden im Blick zu behalten.

  • Ergebnisse in Echtzeit und laufend aktualisierte Informationen zum Rennen
  • Live-Tracking der Teilnehmenden
  • Sofortige Ranglisten, unter anderem nach Kategorien
  • Anzeige der jeweils Führenden eines Abschnitts
  • Anzeige des letzten Kontrollpunkts, den verfolgte Läufer passiert haben
  • Benachrichtigungen, sobald verfolgte Freunde oder bevorzugte Athleten einen neuen Kontrollpunkt erreichen
  • Teilen von Rennerlebnissen auf Twitter
  • Hochladen von Fotos in eine kollaborative Veranstaltungsgalerie

Gerade bei langen Rennen ist das praktisch: Man sieht nicht nur die Endzeit, sondern bekommt mit, wo jemand gerade steckt – und ob der Freund am letzten Kontrollpunkt noch halbwegs frisch ausgeschaut hat.

Die große Weltserie im Hintergrund

Die ITU World Championship Series 2025, auch World Triathlon Series oder WTS genannt, ist eine internationale Triathlon-Rennserie unter der Aufsicht von World Triathlon. Die Wettbewerbe werden über die olympische Distanz mit 1,5 Kilometern Schwimmen, 40 Kilometern Radfahren und 10 Kilometern Laufen ausgetragen, über die Sprintdistanz mit 750 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und 5 Kilometern Laufen sowie als Mixed Relay.

Die Siegerin und der Sieger der Serienwertung werden als Triathlon-Weltmeister geehrt. Die Weltserie findet seit 2009 jährlich statt. Von 1989 bis 2008 wurden die Weltmeister dagegen in jeweils einem Einzelrennen ermittelt. Bei Elite-Wettkämpfen ist Windschattenfahren erlaubt; im Breitensport gilt ein Drafting-Verbot mit mindestens zwölf Metern Abstand zum vorausfahrenden Athleten.

In der Saison 2024 gab es fünf Rennen. Das Finale fand im Oktober im spanischen Torremolinos über die olympische Distanz statt. Cassandre Beaugrand gewann den Weltmeistertitel der Frauen mit drei Siegen in fünf Rennen. Alex Yee holte die Männerwertung nach Punkten, obwohl er im letzten Rennen Dritter geworden war.

Die Saison 2025 begann am 15. und 16. Februar mit Sprintwettkämpfen in Abu Dhabi. Weitere Rennen fanden beziehungsweise finden Mitte Mai in Yokohama in Japan und Ende Mai in Alghero in Italien über die olympische Distanz statt, außerdem in Hamburg und Fréjus in Frankreich über die Sprintdistanz. Das Grand Final wird im Oktober 2025 erstmals im australischen Wollongong ausgetragen.

In Wollongong werden zusätzlich Weltmeistertitel in der Mixed Relay, bei den U23 über die olympische Distanz und bei den Junioren über die Sprintdistanz vergeben. Die Mixed Relay besteht aus 300 Metern Schwimmen, 6,5 Kilometern Radfahren und 1,7 Kilometern Laufen.

Beim Mixed-Relay-Rennen in Abu Dhabi am 16. Februar 2025 gewann Deutschland mit Selina Klamt, Jan Diener, Tanja Neubert und Henry Graf in 1:32:05 Stunden Gold. Die USA mit Taylor Spivey, John Reed, Erika Ackerlund und Morgan Pearson holten in 1:32:21 Stunden Silber, Italien mit Alice Betto, Nicola Azzano, Bianca Seregni und Euan De Nigro in 1:32:24 Stunden Bronze.

In Hamburg gab es am 13. Juli 2025 australisches Gold: Sophie Linn, Luke Willian, Emma Jeffcoat und Matthew Hauser siegten in 1:16:52 Stunden. Frankreich mit Leonie Periault, Yanis Seguin, Cassandre Beaugrand und Dorian Coninx wurde in 1:16:55 Stunden Zweiter. Deutschland mit Lisa Tertsch, Lasse Nygaard Priester, Tanja Neubert und Henry Graf erreichte in 1:16:59 Stunden Bronze.

Jeder nationale Verband darf pro Rennen bis zu sechs Männer und sechs Frauen nominieren. Der gastgebende Verband kann bis zu acht Athleten je Geschlecht melden. Die Meldung muss spätestens 33 Tage vor dem Rennen bei World Triathlon eingehen. Anhand der ITU Points List stellt World Triathlon Starterfelder mit jeweils 60 Männern und 60 Frauen zusammen; zusätzlich sind bis zu fünf Einladungen möglich.

In die ITU Points List fließen neben den Ergebnissen der World Championship Series unter anderem U23-Weltmeisterschaften, kontinentale Meisterschaften, Cup-Veranstaltungen und Studentenweltmeisterschaften ein. Als Triathlon-Weltmeister auf der Kurzdistanz 2025 werden Matthew Hauser und Lisa Tertsch genannt.