Am 23. September 2026 fand in der Kaskuchl der Käsemacherwelt in Heidenreichstein das Erntedankfest der Waldviertler Caritas statt. Ein schöner Anlass, um Dankbarkeit zu zeigen, zu besinnen und die Gemeinschaft zu feiern. Die Veranstaltung ehre Mitarbeitende von „Betreuen und Pflegen zu Hause“ im Waldviertel. Dabei wurde der Leitgedanke „Was wir säen, werden wir auch ernten“ lebendig. So symbolisch wie die Ernte selbst, wurden auch langjährige Dienstjubiläen sowie Verabschiedungen in den Ruhestand gefeiert. Das Team der Caritas war zahlreich vertreten, darunter Bereichsleiterin Karin Thallauer, Kornelia Salzer, Anna Böhm und viele weitere, die ihre Wertschätzung für die engagierte Arbeit ihrer Kolleginnen und Kollegen zum Ausdruck brachten.

Die Feierlichkeiten waren nicht nur eine Gelegenheit, um zurückzublicken, sondern auch, um die Gemeinschaft zu stärken. Dankbarkeit war das Motto, und es wurde viel darüber nachgedacht, wie wichtig die Arbeit im Bereich der Pflege und Betreuung ist. Vor allem in Zeiten wie diesen, wo es oft an Wertschätzung für solche Berufe mangelt. Hier wird nicht nur gearbeitet, hier wird gelebt – und das spürte man in der Luft.

Traditionen und Bräuche rund um das Erntedankfest

Das Erntedankfest hat eine lange Tradition, die bis in vorchristliche Zeiten zurückreicht. Während in Heidenreichstein das Augenmerk auf die wertvolle Arbeit der Caritas-Mitarbeitenden gelegt wurde, wird das Fest in anderen Regionen ganz unterschiedlich gefeiert. So fand beispielsweise am Sonntag, den 15. September 2024, in der Pfarre Schönbach ein weiteres Erntedankfest statt, bei dem die Kirche festlich dekoriert und Erntesträußchen aus Blättern, Ähren, Früchten und Blumen gestaltet wurden. Die Landjugend gestaltete eine prächtige Erntekrone, und die Atmosphäre war von Gemeinschaftsgeist und Dankbarkeit geprägt.

Das Zusammensein in Schönbach wurde durch Spruchbänder der Caritas Haussammlung, die positive Botschaften verbreiteten, bereichert. Leider musste die Agape im Klosterhof aufgrund unfreundlicher Witterung kurzfristig abgesagt werden. Dennoch blieben die gesegneten Erntesträußchen nach dem Gottesdienst ein Zeichen von Hoffnung und Solidarität; sie wurden gegen freiwillige Spenden an die Kirchenbesucher verteilt. Insgesamt kam eine Summe von 237 Euro zusammen, die an die Pfarre zur weiteren Verwendung überwiesen wurde. Ein schönes Beispiel dafür, wie aus Dankbarkeit auch Unterstützung für andere entstehen kann.

Ein Fest mit Bedeutung

Das Erntedankfest, das am ersten Sonntag im Oktober gefeiert wird – im Jahr 2025 war dies der 5. Oktober – ist nicht nur ein Anlass für Feierlichkeiten, sondern auch ein Moment der Reflexion über unsere Verantwortung gegenüber der Schöpfung. Es wird immer deutlicher, dass der Fokus auf einem nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen liegt. In vielen Gemeinden wird das Fest mit Spendenaktionen oder Lebensmittelabgaben für Bedürftige verbunden, was den zentralen Gedanken der Dankbarkeit für die Natur und unsere Lebensgrundlagen noch verstärkt.

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Traditionelle Symbole wie die Erntekrone aus Getreideähren und bunten Bändern erinnern uns daran, dass wir gemeinsam für das verantwortlich sind, was wir ernten. In vielen Orten, von bescheidenen Gottesdiensten bis hin zu großen Volksfesten, wird die Bedeutung des Erntedankfestes lebendig gehalten. Die Feierlichkeiten sind ein bunter Mix aus religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Elementen, die alle eine Botschaft vermitteln: Dankbarkeit und die Achtung vor der Natur.