Eklat im idyllischen Miesbach! Der Landrat Olaf von Löwis (70, CSU) schlägt Alarm in einem offenen Brief an Innenminister Joachim Herrmann (68, CSU) von Bayern. Der Grund? Der erbitterte Kampf um die Unterbringung von Asylbewerbern wird immer dramatischer!

Die Lage spitzt sich zu: Gemeinden weigern sich, weitere Unterkünfte zu errichten, während von Löwis zwischen seinen Beamtenpflichten und dem Druck der Bürger zermahlen wird. „Die Bürger fordern von mir, die Aufnahme der Flüchtlinge zu verweigern!“, so der Landrat verzweifelt. Die dienstrechtlichen Konsequenzen sind für ihn unerheblich, denn die Flut an Problemen übersteigt das normale Maß. Die Wohnsituation ist so verzweifelt, dass die Verteilung der Flüchtlinge fast unmöglich erscheint.

Und als wäre das nicht genug, sehen sich von Löwis und seine Mitarbeiter einer Flut von Überstunden gegenüber, erschöpft von der schwierigen Arbeitssituation. „Wie sollen wir bei diesem Chaos noch Personal finden?“, klagt der Landrat. Doch nicht nur die Bürokratie setzt ihm zu: Persönliche Angriffe gehören inzwischen zum Alltag. Es hagelt Beleidigungen, man nennt ihn das „verlängerte Arm der Bundesregierung“ und Drohungen wie „wir wissen, wo du wohnst“ lassen nichts an Deutlichkeit zu wünschen übrig.

Protest gegen fehlende Ankerzentren!

Ein gewichtiger Ruf an Bayern: Von Löwis fordert die schnelle Erweiterung und Errichtung neuer Ankerzentren, um dem Ansturm gerecht zu werden. Doch die Reaktion der Bundesregierung kommt ihm zu langsam. Mit bitterem Zynismus schließt er seinen Appell und verzichtet darauf, die Forderungen an die Bundesregierung und die EU zu wiederholen. „Das dauert viel zu lange; hier in Bayern schaffen wir das besser!“, betont der Landrat.