Ein Blick in die Zukunft des Gebäudesektors wirft ernüchternde Zahlen auf: Laut einer aktuellen Studie von Branchenradar wird die Klimaneutralität in diesem Bereich bis zum Jahr 2075 kaum zu erreichen sein. Diese Prognose basiert auf einer detaillierten Analyse der aktuellen Situation. Die drastische Verlangsamung des Sanierungsfortschritts im Bauwesen wird als Hauptgrund für diese pessimistische Vorhersage angeführt.

Die Studie zeigt, dass bislang nur ein Bruchteil der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen durchgeführt wurde. Rund 31 bis 49 Prozent des Bestands an Wohnungen und Nicht-Wohngebäuden müssten thermisch-energetisch saniert werden. Diese Mammutaufgabe erfordert nicht nur eine beträchtliche Investition von 259 Milliarden Euro, sondern auch eine signifikante Steigerung der Sanierungsquoten.

Besonders problematisch ist der Mangel an qualifiziertem Personal im Bauwesen. Trotz Zuwanderung aus dem Ausland und Anstrengungen zur Ausbildung von Fachkräften, besteht weiterhin ein eklatanter Personalmangel. Dies könnte sich als das größte Hindernis auf dem Weg zur Klimaneutralität erweisen.

Um die Transformation zu beschleunigen, schlägt der Studienautor Kreutzer drei Hauptmaßnahmen vor. Er betont die Notwendigkeit, die Personalkapazitäten im Bauwesen zu erweitern, die Produktivität am Bau zu steigern und umfassende Sanierungsmaßnahmen zu fördern, die den Austausch von Heizungen mit der Gebäudedämmung kombinieren. Diese strategischen Ansätze könnten entscheidend sein, um die klimaschädlichen Auswirkungen des Gebäudesektors zu reduzieren.

Quelle: handwerkundbau.at.

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