In Wien protestierten tausende Menschen gegen eine mögliche Regierungsbeteiligung der rechten FPÖ. Rund 25.000 Teilnehmer waren bei der Versammlung, die vor dem Parlament endete. Schilder mit Aufschriften wie „Lieber Pickel als Kickl“ wurden getragen. FPÖ-Chef Herbert Kickl wurde als Marionette von Wladimir Putin dargestellt, eine Anspielung auf seine kremlfreundlichen Positionen.

Die konservative ÖVP schließt eine Zusammenarbeit nicht aus, stellt aber als Bedingung, dass Herbert Kickl keine Regierungsverantwortung übernimmt. Kickl seinerseits erhebt Ansprüche auf das Kanzleramt. Sondierungsgespräche mit allen Parteichefs beginnen am Freitag. Sollten ÖVP und FPÖ keine Einigung erzielen, wird eine Koalition zwischen ÖVP und SPÖ als mögliche Alternative angesehen.

Das Endergebnis der Wahl zeigt, dass die FPÖ mit 28,8 Prozent die stärkste Partei ist. Die ÖVP folgt mit 26,3 Prozent, gefolgt von der SPÖ mit 21,1 Prozent. Es wird eine knappe parlamentarische Mehrheit erwartet, wodurch auch eine Koalition zwischen ÖVP, SPÖ und den liberalen Neos als Option diskutiert wird.

Die weitere Entwicklung der Regierungsbildung bleibt abzuwarten, das politische Geschehen in Österreich ist momentan von großer Spannung geprägt. Eine detaillierte Berichterstattung zu den aktuellen Ereignissen finden Sie auf der Website von ZDF.de.

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