Heute ist der 7.05.2026 und die politische Landschaft in Sachsen-Anhalt zeigt sich in einem spannenden Licht. Vier Monate vor der Landtagswahl hat die Alternative für Deutschland (AfD) in einer Umfrage von Infratest dimap die Zustimmung der Wähler stark erhöht und erreicht erstaunliche 41 Prozent. Ein Vergleich mit der Wahl vor fünf Jahren zeigt, dass die AfD ihr Ergebnis mehr als verdoppelt hat. Das ist schon eine Ansage! Die CDU unter Ministerpräsident Sven Schulze kommt derzeit auf 26 Prozent, während die Linkspartei mit 12 Prozent und die SPD mit 7 Prozent weit hinterherhinken. Grüne und BSW schaffen es mit jeweils 4 Prozent nicht in den Landtag. Die FDP wird aufgrund eines zu niedrigen Wertes gar nicht mehr separat aufgeführt.
Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass 44 Prozent der Befragten eine CDU-geführte Landesregierung präferieren, während 43 Prozent eine AfD-geführte Regierung unterstützen würden. Im September 2025 waren die Zahlen noch klarer zugunsten der CDU, mit 47 Prozent für eine CDU-geführte Regierung und nur 37 Prozent für die AfD. Die Umfrage zeigt auch, dass die AfD mit 31 Prozent als die Partei angesehen wird, die am besten in der Lage ist, die wichtigsten Probleme zu lösen – das sind Einwanderung, Bildung und Wirtschaft. Im direkten Vergleich hat Ministerpräsident Schulze, der die Bundesregierung für die schlechten Umfragewerte verantwortlich macht, einen knappen Vorsprung gegenüber seinem Herausforderer Siegmund von der AfD. Schulze hat 36 Prozent, während Siegmund auf 32 Prozent kommt, und ein Drittel der Befragten ist unentschieden.
Unzufriedenheit mit der Landesregierung
Die Unzufriedenheit mit der Arbeit der aktuellen Landesregierung, die aus CDU, SPD und FDP besteht, ist alarmierend. Ganze 62 Prozent der Befragten äußern sich negativ über die Regierungsarbeit. Es scheint fast, als wäre der Rückhalt in der Bevölkerung dahin. Gerüchte besagen, dass unter den Anhängern der Koalitionsparteien die Zufriedenheit besser aussieht: 72 Prozent der CDU-Anhänger und 70 Prozent der SPD-Anhänger sind mit der Arbeit ihrer Parteien zufrieden. Doch die AfD-Anhänger sind mit 88 Prozent unzufrieden – das ist ein starkes Zeichen!
Bei den Umfrageergebnissen ist eine stabile Mehrheitsregierung nicht in Sicht. Koalitionen mit der AfD oder der Linkspartei sind ausgeschlossen, was die CDU vor eine große Herausforderung stellt. Eine schwarz-rote Minderheitsregierung könnte die einzige Option sein, wenn die Wählerstimmen nicht in eine andere Richtung tendieren. Die Umfragen, so spannend sie auch sind, spiegeln lediglich die aktuelle Stimmung wider. Sie sind keine absoluten Prognosen für das Wahlergebnis, sondern Projektionen, die durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden.
Die politische Stimmung und ihre Implikationen
Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass die Anhänger der verschiedenen Parteien kaum Überschneidungen aufweisen. Eine AfD-geführte Regierung wird hauptsächlich von AfD-Anhängern unterstützt, während die Unterstützer anderer Parteien eher eine CDU-geführte Regierung oder sogar keine der beiden Optionen bevorzugen. Bei der Problemlösungskompetenz zeigt sich die AfD mit 31 Prozent als führend, während die CDU mit 18 Prozent einen Rückgang von zwei Punkten verzeichnen muss. Das lässt einen schaudern, wenn man bedenkt, dass 20 Prozent der Befragten keiner Partei zutrauen, die wichtigsten Probleme des Landes zu lösen.
Die aktuelle politische Situation in Sachsen-Anhalt ist also alles andere als stabil. Die Umfragen, die wir jetzt sehen, sind nicht ohne Fehler – der statistische Fehler liegt bei etwa 1 bis 3 Prozentpunkten. Bei der letzten Landtagswahl waren die Abweichungen der Umfrageergebnisse von den tatsächlichen Wahlergebnissen nicht unerheblich. Aber trotzdem, die Stimmung ist klar und die Wähler sind unzufrieden. Wie es weitergeht, bleibt spannend – die nächste Wahl rückt näher und die Parteien müssen sich anstrengen, um das Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen.