Was für ein Drama in Rhede! Die Entscheidung des Bürgermeisters Jürgen Bernsmann droht den Wintersportbetrieb des LAZ-Vereins zu vereiteln! Die Stadt benötigt die Laufhalle weiterhin als Notunterkunft für Flüchtlinge, und das gerade, als die Sportler darauf hofften, dass sie zur Wintersaison 2024/25 wieder verfügbar sein würde. Bernsmann zieht sein Versprechen zurück, die Kabinen herauszureißen, um Platz für den Trainings- und Wettkampfbetrieb zu schaffen. Der Grund? Nur 33 freie Plätze bleiben in den städtischen Unterkünften, viel zu wenig, um auf die Halle zu verzichten.

Die Vorbereitungen für den beliebten Nikolaus-Cup stehen auf der Kippe! „Unser Hallenbelegungsplan ist geschrieben“, betont Andreas Böing, der LAZ-Vorsitzende. Die Wettkämpfe für den 7. Dezember sind in Gefahr, da die Halle wegen der elf Kabinen, in denen bis zu 44 Flüchtlinge leben können, nicht voll verfügbar ist. Ein Blick in die Geschichte: Im angrenzenden Geräteraum gab es eine Küche, draußen Duschcontainer – doch nicht alles lief reibungslos. Ungezieferalarm! Böing spricht von einer Situation, die „am Rande der Menschenwürde“ war.

Sportler unter Druck

Mehr als eine Handvoll Jugendlicher wohnt zur Zeit dort, doch für das LAZ-Team bedeutet dies ein zweites Jahr Outdoor-Training. „Unsere Kinder sind nicht aus Zucker“, sagt Böing, aber bei Kälte und Regen wird selbst der stärkste Wille auf die Probe gestellt. Die restliche Halle wird zum Hotspot, aber die Möglichkeiten für Leichtathletik sind begrenzt.

Bürgermeister Bernsmann erklärt unterdessen seine schwere Entscheidung: Die Flüchtlingszahlen steigen, momentan leben 423 Menschen in Rhede! Noch keine Prognose von übergeordneten Behörden, wie es weitergeht. Das Risiko, die Halle freizugeben, ist zu groß – die Stadt steckt in einem finanziellen Dilemma. Trotz Planung neuer Unterkünfte verzögert sich der Baustart. Das LAZ bleibt hingegen loyal, aber die Enttäuschung ist spürbar. Eltern erwarten Antworten bei der kommenden Jahreshauptversammlung, und Böing spürt den Druck: „Gespräche führen, auf die wir keinen Bock mehr haben.“