Heute ist der 20.06.2026 und während sich die Temperaturen in den nächsten Tagen in Deutschland auf bis zu 37 Grad Celsius hochschrauben, stehen in den drei Landesverbänden Württembergischer, Badischer und Südbadischer Fußballverband offizielle Meisterschaftsspiele in den Jugendligen auf dem Programm. Ein heißer Sommer ist hier, und die Verantwortlichen stehen vor einer Herausforderung. In Rheinland-Pfalz hingegen hat man sich bereits in die Sommerpause verabschiedet. Wer jetzt denkt, dass das einfach alles nach Spaß und Spiel klingt, der irrt gewaltig – denn die Hitze kann für Spielerinnen und Fans auf Amateurplätzen gesundheitsschädlich sein.

Die Verbände in Baden-Württemberg haben zwar noch keine offiziellen Einschränkungen oder Absagen ausgesprochen, aber es wird die Frage aufgeworfen, ob der Spielbetrieb bei solchen Temperaturen verantwortbar ist. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat bei einem Spiel seiner Nationalmannschaft gegen Curaçao bei angenehmen 20 Grad sogar verpflichtende Trinkpausen eingeführt. Hier fragt man sich: Wo bleibt das klare Signal für den Kinder- und Jugendfußball? Die Verantwortung für die Umsetzung der Hitzeregelungen liegt gemäß den Verbänden bei den Vereinen und Schiedsrichtern. Doch das fühlt sich irgendwie nicht richtig an – warum sollen die Vereine und Trainer jetzt alleine entscheiden, ob sie bei dieser Hitze spielen oder nicht?

Gesundheitsrisiken und Empfehlungen

Prof. Dr. Tim Meyer, Sportmediziner und Leiter der Medizinischen Kommission des DFB, warnt eindringlich vor hitzebedingten Gesundheitsrisiken wie Kreislaufkollaps, Sonnenstich und Hitzschlag. Die DFB-Kommission Sportmedizin hat Empfehlungen ausgesprochen, die alle Beteiligten ernst nehmen sollten: Spielverlegungen sind bei mehr als 35 Grad Celsius empfohlen – und bei über 80% Luftfeuchtigkeit sogar schon bei mehr als 32 Grad. Ab 40 Grad sollte gar kein Spiel mehr stattfinden. Eigentlich logisch, oder? Aber wie oft wird das in der Praxis auch wirklich umgesetzt?

Zusätzlich wird geraten, Spiele wenn möglich in die Abendstunden zu verlegen, um die direkte Sonneneinstrahlung zu meiden. Und hey, auch die Zuschauer sollten sich schützen: Helle Kappen und Sonnenschirme sind ein absolutes Muss. Flüssigkeitszufuhr ist das A und O, nicht nur für die Spielerinnen, sondern auch für die Fans. Am besten greift man zu Leitungswasser, Saftschorlen oder Tee. Und für die Spielerinnen? Pre-Cooling, kalte Getränke und Trinkpausen pro Halbzeit sollten zur Pflicht werden. Eiswickel, feuchte Handtücher und kühle Bäder in der Halbzeit sind weitere Maßnahmen, die helfen können, die Körpertemperatur unter Kontrolle zu halten.

Die Debatte um Verantwortung

Doch hier wird es spannend. Während die DFB-Kommission klare Empfehlungen gibt, bleibt die Frage, ob die Verbände genug unternehmen, um die Gesundheit der jungen Spielerinnen zu schützen. Die Kritik, dass die Verantwortung von den Verbänden an die Vereine und Schiedsrichter weitergegeben wird, wird lauter. Eltern haben die Möglichkeit, ihre Kinder aus den Mannschaften zu nehmen, und Trainer können Spiele absagen oder verschieben – aber das sollte nicht die einzige Lösung sein. Ein klares Signal von den Verbänden ist nötig, um den Kinder- und Jugendfußball bei hohen Temperaturen abzusagen.

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Der Sommer bringt Freude und Spaß mit sich, aber er bringt auch Herausforderungen. In diesem Fall ist es wichtig, dass alle Beteiligten, von den Verbänden über die Vereine bis hin zu den Eltern, zusammenarbeiten, um die Sicherheit der jungen Sportler*innen zu gewährleisten. Schließlich heißt es nicht umsonst: Gesundheit geht vor!

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