Heute ist der 27.04.2026 und die Sportwelt ist in Aufruhr. Ein historischer Moment ereignete sich beim London Marathon, als der kenianische Läufer Sabastian Sawe die Schallmauer von zwei Stunden durchbrach. Mit einer beeindruckenden Zeit von 1:59:30 Stunden ist er der erste Mensch, der in einem offiziellen Wettkampf einen Marathon unter zwei Stunden läuft. Sawe übertrifft damit den bisherigen Weltrekord von Kelvin Kiptum, der 2023 in Chicago mit 2:00:35 Stunden ins Ziel kam, um 65 Sekunden. Tragischerweise starb Kiptum im Februar 2024 bei einem Verkehrsunfall.

Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt des London Marathons ist, dass Eliud Kipchoge, der bereits 2019 in Wien einen Marathon unter zwei Stunden absolvierte (1:59:40 Stunden), dies unter nicht offiziellen Bedingungen tat. Der Lauf in London fand hingegen unter optimalen Bedingungen und mit der Unterstützung mehrerer Pacemaker statt. Sawe setzte sich zusammen mit Yomif Kejelcha aus Äthiopien, der bei seinem Marathon-Debüt eine Zeit von 1:59:41 Stunden erzielte, nach etwa 30 Kilometern von der Spitzengruppe ab.

Deutsche Läufer im Wettkampf

Unter den Teilnehmern war auch Amanal Petros, der deutsche Rekordhalter, der jedoch mit einer Zeit von 2:08:31 Stunden den deutschen Rekord um mehr als vier Minuten verpasste und auf den 15. Platz landete. Bei den Frauen lieferte die äthiopische Läuferin Tigst Assefa eine beeindruckende Leistung ab und gewann in 2:15:41 Stunden, nur 16 Sekunden über dem Streckenrekord von Paula Radcliffe.

Sabastian Sawe, der 2023 Weltmeister im Halbmarathon wurde, begann seine Karriere im Crosslauf. Sein Marathondebüt gab er im Dezember 2024 und triumphierte 2025 sowohl in London als auch in Berlin. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit beim London Marathon betrug bemerkenswerte 21,2 km/h, was bedeutet, dass jeder Kilometer in etwa 2:49 Minuten zurückgelegt wurde.

Dopingproblematik im Kenianischen Sport

Es ist jedoch nicht alles Gold, was glänzt. Kenia steht aufgrund zahlreicher Dopingfälle unter Kritik. Seit 2017 wurden über 140 Athleten aufgrund von Dopingvorwürfen von der Unabhängigen Integritäts-Agentur (AIU) suspendiert. Die nationale Anti-Doping-Agentur Kenias sperrte im März 27 Athleten, darunter auch die bekannte Läuferin Rita Jeptoo.

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Ein weiteres besorgniserregendes Beispiel ist Ruth Chepngetich, die ursprünglich wegen eines Dopingverstoßes für vier Jahre gesperrt wurde, aber ihre Strafe auf drei Jahre reduziert bekam. Ihre Dopingprobe wies eine extrem hohe Dosierung des harntreibenden Mittels Hydrochlorothiazid auf, welches auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) steht. Chepngetich hatte in der Vergangenheit bedeutende Marathon-Siege errungen, darunter 2021, 2022 und 2024 den Chicago-Marathon, und war die erste Frau, die die 42,195 Kilometer in unter 2:10 Stunden lief.

Die jüngsten Ereignisse werfen einen Schatten auf die beeindruckenden Leistungen der Athleten und unterstreichen die Herausforderungen, mit denen der Sport konfrontiert ist. Die Leistungen von Sabastian Sawe und seinen Mitstreitern sind ein Grund zur Freude, doch die Dopingproblematik bleibt ein ernstes Thema, das nicht ignoriert werden kann.

Für weitere Details zu diesem Thema können Sie die ursprüngliche Berichterstattung auf Bild.de und Sportschau.de nachlesen.