Am 14. August 2026 wird ein ganz besonderes Konzert in der Stadtpfarrkirche St. Xaver in Leoben stattfinden. Der international gefragte Organist Lukas Hasler, der erst 30 Jahre alt ist, wird dort sein Können unter Beweis stellen. Unter dem Titel „Von Figaro bis Fuge“ wird er gemeinsam mit der Koloratursopranistin Paulina Ovadkova auftreten. Die Vorfreude auf dieses Event ist spürbar, denn Hasler hat sich in der Musikszene bereits einen Namen gemacht. Geboren in Rottenmann und aufgewachsen in Gaishorn, entdeckte er schon früh seine Leidenschaft für die Musik. Mit sechs Jahren begann er Klavier zu lernen und seine Orgelausbildung startete er im Alter von acht Jahren.

Eine beeindruckende Karriere zeichnet sich da ab. Mit nur zehn Jahren spielte er seine erste Messe und wurde an der Musikschule Leoben in die Orgelklasse von Martin Österreicher aufgenommen. Nach der Volksschule wechselte er dann ins Abteigymnasium Admont, wo er sein musikalisches Talent weiter ausbauen konnte. Irgendwie faszinierend, wie jemand so jung schon so viel erreicht. Mit 15 Jahren wurde er in den Vorbereitungslehrgang zum Orgelstudium an der Kunstuniversität Graz aufgenommen. Er pendelte zwischen Admont und Graz und schaffte es, Schule und Studium geschickt zu vereinen. Nach der Reifeprüfung studierte er dann Orgel vollzeitig in Graz und parallel dazu Kultur und Management in Hamburg, das er schließlich 2019 abschloss.

Ein musikalisches Multitalent

Hasler ist mittlerweile nicht nur als Musiker tätig, sondern lebt auch in Wien und Los Angeles, wo er einen Lehrauftrag im Rahmen seines Doktoratsstudiums angenommen hat. Seine Reisen führten ihn bereits in zahlreiche Länder, darunter die USA, Großbritannien, China und Russland, wo er Konzerte gab und sein Publikum mit seiner Kunst verzauberte. Was ihn besonders auszeichnet, ist seine Sicht auf die Orgel. Für ihn ist sie nicht nur ein Instrument, sondern das Werkzeug, das ihm die Rollen eines Dirigenten, Interpreten und Spielers zugleich ermöglicht. Ein echtes Multitalent also!

Ein weiteres spannendes Projekt von Hasler ist „Organ for Planet“, bei dem er plant, an außergewöhnlichen Orten zu spielen und mit seiner Musik etwas zu bewirken. 2022 gab er in Lviv, Ukraine, das erste klassische Konzert nach Kriegsbeginn, als Zeichen der Solidarität. Das zeigt nicht nur seinen Mut, sondern auch sein Engagement für die Kunst. Es ist beeindruckend, wie Musik Brücken bauen kann.

Ein Blick auf die Konzertvorbereitungen

Das Konzert in Leoben verspricht, ein ganz besonderes Erlebnis zu werden. Hasler wird unter anderem die Carmen-Fantasie von Edwin Lemares nach Bizet interpretieren. Diese Fantasie wird in verschiedenen musikalischen Stilen dargeboten – von Tango bis Elegie und Furor. Die Kunst des Dosierens wird dabei eine zentrale Rolle spielen, wobei Hasler langsame Passagen bevorzugt, anstatt die Stücke zu beschleunigen. Registerwechsel werden für Spannung sorgen, während der Höhepunkt des Stückes mit überwältigenden Klängen aufwartet. Man kann sich nur vorstellen, wie es sich anfühlen muss, vor 6.000 Pfeifen zu sitzen und mit ihnen zu spielen.

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Ein weiteres Stück, das Gehör finden wird, ist Rachmaninoffs Prélude in g-Moll, das Hasler packend interpretiert. Die Kombination aus majestätischem Puls und einer melancholischen Mittelsektion wird das Publikum in seinen Bann ziehen. Und das alles ohne den Eindruck von Effekthascherei – das ist wahre Kunst.

Kulturelle Höhepunkte in der Region

Leoben ist nicht nur Gastgeber dieses Konzerts, sondern die Region hat noch mehr zu bieten. Die „Frankfurter Domkonzerte e.V.“ sind seit über 35 Jahren eine bedeutende kulturelle Institution in Frankfurt. Diese Konzerte ziehen internationale Künstler an und bieten eine Plattform für großartige musikalische Darbietungen. Neben dem Konzert von Lukas Hasler in Leoben gibt es auch in Frankfurt eine Reihe von interessanten Veranstaltungen, wie die Orgelmatinée mit Martin Lücker oder die Orgeltrilogie mit verschiedenen Künstlern. Wer sich für klassische Musik interessiert, sollte sich die Termine merken!

So steht Leoben kurz davor, ein musikalisches Fest zu erleben. Mit Lukas Hasler und Paulina Ovadkova kommen zwei Talente zusammen, die sicher für unvergessliche Momente sorgen werden. Es bleibt nur zu hoffen, dass möglichst viele Musikliebhaber diese Gelegenheit nutzen und sich von der Kraft der Musik mitreißen lassen.

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