Österreichs Radhelden in Missouri: Der Kampf gegen die „Great Pains“
Am 17. Juni 2025 stehen die Teilnehmer des Race Across America vor den letzten, entscheidenden Herausforderungen. Das Rennen, das als das längste und härteste Radrennen der Welt gilt, hat bereits viele Athleten bis an ihre physischen und mentalen Grenzen gebracht. Insider besagen: „Wer den Mississippi überquert, kommt auch ins Ziel.“ Aktuell befinden sich drei Österreicher – Philipp Kaider, Lukas Kaufmann und Kurt Matzler – in Missouri oder weiter und haben zwei Drittel der Strecke von insgesamt 4.880 Kilometern hinter sich gelassen.
Während Philipp Kaider das Rennen anführt, belegt Lukas Kaufmann den zweiten Platz und Kurt Matzler kämpft um den vierten Platz. Die letzten Bundesstaaten, die auf die Teilnehmer warten, sind Illinois, Indiana, Ohio, West Virginia, Maryland und New Jersey. Allerdings wird die Strecke von nun an herausfordernder: Nach den „great plains“ folgen die „great pains“. Die Teilnehmer haben bereits rund 4.000 Kilometer zurückgelegt und stehen vor der anstrengendsten Etappe der Appalachen mit über 7.000 Höhenmetern.
Die Herausforderungen des Rennens
Die Vorbereitungen für die letzten Etappen sind sowohl mental als auch physisch unerlässlich. Kurt Matzler berichtet über seine persönlichen Schwierigkeiten, indem er gegen Probleme mit der Nackenmuskulatur ankämpft. Aufgrund dieser Schmerzen musste er zeitweise eine Halskrause tragen, die ungewöhnlich mit einer Damenbinde gepolstert wurde. Die Straßen sind hügelig und zudem gefährlich wegen großer Lastwagen, was die ohnehin schon hohen Anforderungen des Rennens verstärkt.
Kurt Matzler, der das Rennen im vergangenen Jahr in 11 Tagen, 5 Stunden und 50 Minuten absolviert hat, hat unterdessen das Buch „Das High Performance Mindset“ veröffentlicht. In diesem Werk thematisiert er die extreme Belastung und die besonderen Erfahrungen während des Rennens, das auch massive klimatische Bedingungen von Wüstenhitze bis eisigen Temperaturen umfasst. Matzler teilt nicht nur seine Einblicke in den Extremsport, sondern zieht auch Parallelen zu Management und Lebensführung.
Psychologische Aspekte im Radsport
Im Profi-Radsport sind psychologische Faktoren entscheidend. Laut Experten sind mentale Stärke, der Umgang mit Druck und Selbstmotivation ebenso wichtig wie körperliches Training. Athleten müssen nicht nur ihre physischen Grenzen testen, sondern auch Resilienz entwickeln. Um erfolgreich zu sein, sollten sie Techniken wie Visualisierung und Achtsamkeit anwenden, um Herausforderungen zu bewältigen und die Leistung zu maximieren.
Matzler wirbt in seinem Buch auch für eine ausgewogene Ernährung, die essenziell für die sportliche Leistung ist. Regelmäßige Aufnahme von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten spielt eine bedeutende Rolle im Training. Unterstützt von ihrem Team und ihren Trainern sind die Athleten in der Lage, ihre mentale Stärke zu stärken, um unter Druck besser zu performen und Rückschläge erfolgreich zu meistern.
Das Race Across America zeigt die Härte und die Entschlossenheit, die von den Teilnehmern gefordert wird. Die österreicherischen Athleten stehen kurz vor dem Ziel, müssen jedoch noch zahlreiche Herausforderungen meistern, bevor sie den wohlverdienten Abschluss ihrer Reise feiern können.
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