Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat ihre Prognosen für das Budgetdefizit drastisch nach oben korrigiert. Laut den neuesten Daten wird für 2025 ein Defizit von alarmierenden 4,1 Prozent der Wirtschaftsleistung erwartet. Dies markiert eine erhebliche Verschlechterung im Vergleich zu den zuvor geschätzten 3,1 Prozent. Die Ursachen dafür sind laut der OeNB vor allem auf die verzögerte Anpassung von Pensionen und öffentlichen Gehältern an die steigende Inflation sowie auf ein ungünstiges makroökonomisches Umfeld zurückzuführen. Diese Einschätzung wurde durch eine aktuelle Mitteilung bekräftigt, in der auch die negativen Folgen einer Defizitreduzierung für die heimische Wirtschaft angesprochen werden, als Kleine Zeitung berichtete.
Im weiteren Verlauf der Prognose wurde auch für die Jahre 2026 und 2027 ein Defizit von jeweils 3,6 Prozent vorhergesagt, was deutlich über der von der EU geforderten Maastricht-Grenze von 3,0 Prozent liegt. Zuvor hatte die OeNB noch optimistischere Schätzungen abgegeben, jedoch die Anpassung aufgrund der gegenwärtigen wirtschaftlichen Herausforderungen notwendig gemacht. Experten warnen, dass diese Maßnahme trotz des höheren Defizits unvermeidlich sei, um die wirtschaftliche Stabilität langfristig zu sichern; mehr dazu in einem Bericht von NÖN.at.