Im November 2025 fand im Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Puchenau ein bedeutender Lehrgang zum Feuerwehr-Medizinischen-Dienst statt. 50 Mitglieder aus verschiedenen Feuerwehren des Bezirks nahmen daran teil. ABI d. F. Patrick Voit begrüßte die Teilnehmer und stellte ein interessantes Programm zusammen, das sowohl theoretische als auch praktische Aspekte der medizinischen Notfallversorgung abdeckte. Der Vormittag umfasste Vorträge zu Themen wie Gefahrenbereiche und Großschadensereignisse, Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen sowie spezielle Anatomie und Unfallmechanik.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause wurden die im Vormittag erlernten Inhalte in einem Stationsbetrieb praktisch umgesetzt. An den verschiedenen Stationen lernten die Teilnehmer unter anderem die Rettung von Personen aus Pkw und Lkw. Zudem konnten sie verschiedene Rettungsgeräte und Vorgehensweisen bei Atemschutznotfällen kennenlernen. Eine Besichtigung des Sanitäts-Einsatz-Wagens (SEW) des Roten Kreuzes Walding rundete den praktischen Teil des Lehrgangs ab. Abschnitts-Feuerwehrkommandant BR Kurt Reiter MSc nutzte die Gelegenheit, um den Ausbildungsstand der Teilnehmer zu überprüfen und sicherzustellen, dass alle mit dem erforderlichen Wissen ausgestattet sind.

Praxisorientierte Ausbildung

Der Stationsbetrieb ermöglichte es den Teilnehmern, ihre theoretischen Kenntnisse in einer praxisnahen Umgebung anzuwenden. Besonders wichtig war das Erlernen von strukturierten Abläufen, die in Großschadensereignissen entscheidend sind. Die Sichtung der Patienten erfolgt anschließend an einer Patientenablage außerhalb des Gefahrenbereichs, wo eine Erstversorgung und Klassifizierung der Patienten stattfindet. Diese Schritte sind essentiell für den Erfolg der Einsätze, wie auf der Seite der Schnelleinsatzgruppe erläutert wird. Dort erfahren die Helfer, dass Patienten, die kontaminiert sind, der Dekontamination unterzogen werden müssen, um eine Ausbreitung der Gefahren zu verhindern.

Abschließend erhielt jeder Teilnehmer eine Teilnahmebestätigung, die die Bedeutung und die erlernten Fähigkeiten dokumentiert. Organisiert wurde der Lehrgang vom Bezirks-Feuerwehrkommando Urfahr-Umgebung, das die kontinuierliche Weiterbildung der Feuerwehrmitglieder fördert.

Feuerwehrmedizinischer Dienst im Detail

Der Feuerwehrmedizinische Dienst (FMD) hat die Aufgabe, sowohl die medizinische und hygienische Betreuung der Feuerwehrmitglieder als auch die Menschenrettung unter außergewöhnlichen Bedingungen zu gewährleisten. Regelungen dazu sind im NÖ Landesfeuerwehrverband verankert. Feuerwehrärzte, die als „Doktor der gesamten Heilkunde“ definiert sind, dürfen nur unter bestimmten Voraussetzungen eigenverantwortlich in der medizinischen Versorgung tätig werden. Aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr können zudem auf Antrag zum Feuerwehrarzt ernannt werden, was die Bedeutung der medizinischen Ausbildung und der Verantwortung innerhalb der Feuerwehr unterstreicht.

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Die Aus- und Weiterbildung im Feuerwehr-Medizinischen Dienst ist nicht nur für den individuellen Umgang mit Einsätzen wichtig, sondern bildet auch die Grundlage für die Koordination und Zusammenarbeit mit anderen Einsatzdiensten in kritischen Situationen.