Aalen steht vor der Herausforderung der Bädersanierung
In Aalen ist die Lage angespannt. Die Stadtverwaltung hat sich entschlossen, die gesamte Bäderlandschaft auf den Prüfstand zu stellen. Der Grund? Ein hoher Sanierungsbedarf, der die Verantwortlichen zum Handeln zwingt. Ein aktuelles Gutachten empfiehlt entweder die vollständige Sanierung des Unterrombacher „Bädle“ oder eine klare politische Entscheidung über dessen Erhalt. CDU-Ortschaftsrat Markus Bezler äußerte bereits in einer Sitzung am 01.07. Bedenken über den Zustand dieses beliebten Schwimmbades. Die Probleme sind offensichtlich: defekte Sanitäranlagen, Stolperfallen im Schwimmerbecken und fehlender Schatten. Das klingt nicht gerade nach einem einladenden Ort für einen entspannten Schwimmbadbesuch!
Am 08. Juli soll es eine öffentliche Sitzung geben, in der die Stadt eine Bestandsaufnahme der Bäder vornehmen möchte. Zentrale Frage: Wo und wie viel kann die Stadt in die Bäder investieren? Der Druck auf die politische Entscheidung wächst, denn die Gründung des Eigenbetriebs Bäder im Juni 2026 steht vor der Tür. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass ein Sanierungsbedarf für das Lehrschwimmbecken Ebnat von satten 3,15 Millionen Euro bereits beschlossen ist. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Das Freibad Spiesel benötigt voraussichtlich 11,5 Millionen Euro für die Sanierung innerhalb der nächsten vier bis fünf Jahre. Insgesamt belaufen sich die Investitionen für die Bäder auf mindestens 21,15 Millionen Euro. Das klingt nach einem ordentlichen Batzen Geld!
Die finanziellen Herausforderungen
Die Stadt steht vor enormen finanziellen Herausforderungen. Ab 2027 werden die jährlichen Betriebskosten für das Hirschbachbad, das Spieselbad und das Bädle bei 7,8 Millionen Euro liegen. Gleichzeitig muss die Stadt Aalen jährlich rund 10 Millionen Euro für den Betrieb der Bäder aufbringen. Das ist eine echte Herausforderung, zumal die finanziellen Mittel nicht unbegrenzt sind. Die Stadt muss Prioritäten setzen und die Bürger in die Entscheidungen einbeziehen.
Doch es gibt Hoffnung am Horizont. Im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ stellt der Bund 250 Millionen Euro für die Sanierung von Schwimmbädern bereit. Diese Mittel sind im Wirtschaftsplan des „Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität“ verankert. Interessierte Kommunen können sich bereits jetzt für die digitalen Informationsveranstaltungen am 6. und 7. Mai 2026 anmelden, um mehr über die Zuwendungsvoraussetzungen und den Ablauf des Interessenbekundungsverfahrens zu erfahren. Wer hätte gedacht, dass eine solche Unterstützung vielleicht die Lösung für die Aalener Bäderlandschaft sein könnte?
Der Weg nach vorne
Die Herausforderung, die Aalen jetzt bewältigen muss, ist immens. Die Stadt hat die Möglichkeit, die Bäderlandschaft nicht nur zu sanieren, sondern auch zukunftsfähig zu gestalten. Die Frist für die Einreichung von Projektskizzen für Fördermittel läuft bis zum 19. Juni 2026. Das bedeutet, dass die Stadt jetzt aktiv werden muss, um die dringend benötigten Gelder zu sichern. Und auch wenn die Baustellen, die auf uns zukommen, zunächst wie ein unüberwindbares Hindernis erscheinen, kann die Chance auf eine moderne, einladende Bäderlandschaft am Ende alles wettmachen.
In dieser Zeit des Wandels ist es wichtig, dass die Bürger informiert und einbezogen werden – denn schließlich sind sie es, die die Bäder nutzen und darüber entscheiden, wie es in Zukunft weitergeht. Aalen hat die Chance, die Bäder nicht nur zu retten, sondern sie auch umweltfreundlich und nachhaltig neu zu gestalten. Das wäre doch ein tolles Ziel!
Für weitere Informationen über die Sanierung kommunaler Sportstätten und das Bundesprogramm besuchen Sie bitte die Webseite des BBSR.
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