In Böblingen tut sich was! Am kommenden Samstag, den 13. Juni, ist die Stadt Schauplatz eines spannenden Events, das ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit steht. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Böblingen (AWB) hat zusammen mit drei Reparatur-Initiativen im Landkreis Böblingen ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Die Devise? „Reparieren statt wegwerfen“! Und das ist nicht nur ein Motto, sondern eine echte Bewegung, die die Abfallvermeidung in den Fokus rückt.
Von 9 bis 15 Uhr können sich alle Interessierten im Wertstoffhof Waldenbuch/Steinenbronn, im Wertstoffhof Renningen und im Wertstoffhof Böblingen-Hulb über praktische Tipps zur Verlängerung der Lebensdauer von Alltagsgegenständen informieren. Ehrenamtliche Helfer stehen bereit, um ihr Wissen zu teilen und zeigen, wie man defekte Geräte selbst reparieren kann. Ein Highlight wird sicherlich der Mini-3D-Drucker auf der Böblinger Hulb sein, der live vorgeführt wird, während im Hintergrund eine kaputte Kaffeemaschine wieder zum Laufen gebracht wird. Das klingt nach einer spannenden und lehrreichen Zeit!
Reparatur-Initiativen im Landkreis
Besitzer defekter Gegenstände sind herzlich eingeladen, selbst Hand anzulegen. So können sie nicht nur ihre Geräte reparieren, sondern auch wertvolle Fertigkeiten und Wissen erwerben. Die Initiativen, wie die Schaffbar in Böblingen und das RepairLAB in Herrenberg, setzen sich aktiv für Ressourcenschonung und ein nachhaltiges Konsumverhalten ein. Im Wertstoffhof Waldenbuch/Steinenbronn wird zudem ein kinderfreundlicher Bereich eingerichtet, der die Jüngsten für den Ressourcenschutz sensibilisieren soll.
Wolfgang Hörmann, Werkleiter des AWB, hebt die Bedeutung solcher Aktionen hervor. Er sieht diese Initiativen als essenziell an für die Abfallvermeidung und verweist auf die Verschenk-Häusle, die ebenfalls zur Reduzierung von Müll beitragen. Wer noch mehr über die verschiedenen Reparatur-Initiativen im Landkreis erfahren möchte, findet alle Informationen auf der Webseite www.reuse.verschenkenundmehr.de.
Ein Blick in die Zukunft
Aber das ist noch nicht alles! Im Dezember 2024 startet das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) ein neues Förderprogramm mit dem Titel „Reparieren statt Wegwerfen“. Es unterstützt ehrenamtliche Initiativen bei der Reparatur defekter Produkte und hat das Ziel, die Lebensdauer von Produkten zu verlängern, Ressourcen zu schonen und Abfall zu reduzieren. In der ersten Förderrunde sollen mehr als drei Millionen Euro für gemeinnützige Vereine bereitgestellt werden. Besonders im Fokus stehen dabei Repair-Cafés und Selbsthilfewerkstätten.
Die Fördermittel können für den Kauf von Maschinen, Werkzeugen oder die Ausstattung von Reparaturwerkstätten genutzt werden. Es ist geplant, die Förderung auch auf nicht als Verein organisierte Einrichtungen auszuweiten. Ab Dezember 2024 können sich interessierte Initiativen um eine Förderung bewerben. Wer mehr darüber wissen möchte, findet dazu weitere Informationen auf der Webseite der Reparatur-Initiativen.
