Im malerischen Calw, wo die Schwarzwaldluft frisch und die Atmosphäre geschichtsträchtig ist, gibt es derzeit eine große Baustelle, die die Vorfreude auf ein kulturelles Highlight der Region weckt. Das Hesse-Museum, das seit fast sechs Jahren geschlossen ist, wird mit einem aufwendigen Umbau und einer umfassenden Sanierung auf Vordermann gebracht. Die Arbeiten, die sich bis ins Jahr 2027 ziehen, sind ambitioniert – ein Budget von 7,5 Millionen Euro wurde dafür eingeplant. Die Wiedereröffnung ist nicht nur ein Datum im Kalender, sondern ein Ereignis: Am 3. Juli 2027, dem 150. Geburtstag von Hermann Hesse, wird das Museum wieder seine Pforten öffnen.

Der Gemeinderat hatte jüngst die Möglichkeit, die Baustelle zu besichtigen und einen Blick auf den aktuellen Zustand zu werfen. Es ist noch viel Rohbau zu sehen, doch die Vorstellung, was hier entstehen wird, lässt das Herz eines jeden Kulturinteressierten höher schlagen. Auch wenn das Hesse-Museum bis zur Wiedereröffnung geschlossen bleibt, gibt es Alternativen, um in die Welt dieses großartigen Schriftstellers einzutauchen.

Vielfältige Alternativen während der Sanierung

Wer die Zeit bis zur Wiedereröffnung überbrücken möchte, kann die Präsentation über Hermann Hesse im Palais Vischer besuchen. Diese wurde 2021 neu eingerichtet und bietet einen spannenden Überblick über Hesses Lebensstationen sowie sein künstlerisches Schaffen als Maler in Montagnola. Zwei Räume widmen sich intensiv seinem berühmtesten Roman, dem „Steppenwolf“. Das ist nicht nur für Hesse-Fans ein Muss!

Darüber hinaus gibt es im Gerbereimuseum eine Ausstellung, die sich mit Hesses Kindheit in Calw und den Bezug zu seiner Heimatstadt befasst. Auch eine digitale Ausstellung mit dem Titel „Steppenwolf und Malerfreund. Gunter Böhmer illustriert Hermann Hesse“ zeigt die Freundschaft zwischen Hesse und dem Künstler Böhmer. Eine spannende Zeitreise, die man sich nicht entgehen lassen sollte!

Bundesförderung und kulturelle Bedeutung

Ein weiterer Lichtblick für das Hesse-Museum ist die Unterstützung von ganz oben. Die Calwer Bundestagsabgeordnete Saskia Esken (SPD) und der CDU-Abgeordnete Hans-Joachim Fuchtel haben Oberbürgermeister Florian Kling per Videokonferenz über eine Bundesförderung informiert. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat eine Kofinanzierung von 50 Prozent für die Sanierung beschlossen – insgesamt 1,425 Millionen Euro! Es ist großartig zu sehen, dass das kulturelle Erbe in der Region so wichtig genommen wird.

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Die geplanten Maßnahmen umfassen nicht nur die Sanierung des denkmalgeschützten „Haus Schüz“, das das Museum beherbergt, sondern auch eine Neuausrichtung der Ausstellung. Das Ziel: Das Museum als kulturellen Treffpunkt zu etablieren und vor allem Jugendliche anzusprechen. Es wird erwartet, dass die neue Ausstellung jährlich etwa 600.000 Besucher anzieht. Ein echter Gewinn für die Stadt und die Region Nordschwarzwald!

Hermann Hesse, der in Calw geboren wurde, ist nicht nur ein Literaturnobelpreisträger, sondern auch das Sinnbild für Werte wie Toleranz und Respekt – Themen, die heute mehr denn je relevant sind. Esken hat betont, wie wichtig Hesses Themen wie Umweltschutz und interreligiöser Dialog für die gesellschaftlichen Diskussionen von heute sind. Das lässt auf eine spannende und lebendige Kultur warten, die in Calw bald erblühen wird.