Heute ist der 21.04.2026 und in der Region Emmendingen kann man auf einen bedeutenden Fortschritt in der Notfallversorgung zurückblicken. Am 17. April 2026 fand die offizielle Einweihung des neuen Rettungshubschrauberstandorts in Lahr statt. Der Hubschrauber „Christoph Ortenau“ ist seit dem 1. April 2026 im Einsatz und ergänzt die Luftrettung in der Region neben „Christoph 54“ vom Standort Freiburg. Damit wird ein weiterer Schritt in Richtung bestmöglicher Genesung und Überlebenschancen für Patienten ab der ersten Minute der Notfallversorgung gemacht.
Landrat Hanno Hurth bezeichnete die Inbetriebnahme des neuen Standorts als einen wichtigen Gewinn für die Region. Mit dem Christoph Ortenau wird die Notfallversorgung im nördlichen Breisgau und in der Ortenau deutlich verbessert. Der Hubschrauber deckt ein Einsatzgebiet von bis zu 60 Kilometern ab und ermöglicht die Erreichung der Einsatzorte innerhalb von 15 Minuten. Um die Alarmierung bei Unfällen zu optimieren, erfolgt eine georeferenzierte Alarmierung, bei der das geeignetste Rettungsmittel alarmiert wird.
Moderne Technik für schnelle Hilfe
Der neue Rettungshubschrauber vom Typ Airbus H 145 B3 ist mit zwei Triebwerken ausgestattet, die jeweils rund 1000 PS leisten und Geschwindigkeiten von über 250 km/h erreichen können. Die Besatzung des Christoph Ortenau, bestehend aus Piloten, Notfallsanitätern der DRF Luftrettung sowie Notärzten des Ortenau Klinikums, wurde seit der Dienstaufnahme bereits rund 50-mal alarmiert. Die Station ist täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang plus 30 Minuten im Einsatz.
Die DRF Luftrettung hat den Zuschlag für die neue Luftrettungsstation in Lahr erhalten, die mit modernster Medizintechnik ausgestattet ist, darunter ein Glascockpit, ein Vier-Achsen-Autopilot, ein Anti-Kollisions-System und ein Wetterradar. Diese technischen Errungenschaften sollen die notfallmedizinische Versorgung in der Region unterstützen und die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern wie Leitstellen, Kliniken, bodengebundenem Rettungsdienst und Feuerwehren stärken.
Ein Gewinn für die Region
Landrat Thorsten Erny betonte die Bedeutung der neuen Station für die Stärkung der medizinischen Notfallversorgung im Ortenaukreis. Durch die neue Infrastruktur können sowohl Primär- als auch Sekundäreinsätze durchgeführt werden, und der Christoph Ortenau wird auch für Intensivtransporte zwischen Kliniken eingesetzt, die überregional stattfinden können.
Obwohl der Christoph Ortenau keine Winde hat und somit nicht für Berg- oder Wasserrettung geeignet ist, wird seine Einführung als ein bedeutender Schritt in die Zukunft der Luftrettung gesehen. Die Interimsinfrastruktur wurde bereits eingerichtet, bis der moderne Neubau der Station fertiggestellt ist. Dies zeigt, dass das Land Baden-Württemberg ein Zeichen für die Zukunftsfähigkeit der Luftrettung und die flächendeckende Notfallversorgung setzt.
Für weitere Informationen zu diesem Thema können Sie die vollständige Pressemitteilung auf RegioTrends nachlesen oder die Details zur DRF Luftrettung auf DRF Luftrettung einsehen.