Heute, am 19. Mai 2026, fand im malerischen Freiburg im Breisgau das Europäische Steinfestival statt. Die Veranstaltung, die vom 16. bis 17. Mai im Eschholzpark stattfand, brachte junge Steinmetze aus 14 Ländern zusammen, um ihre kreativen Arbeiten unter dem Motto „Vielfalt im Garten“ zu präsentieren. Wow, was für eine Vielfalt! Rund 120 Steinmetze, darunter viele Steinmetzinnen, arbeiteten an beeindruckenden Skulpturen. Die Atmosphäre war lebhaft, und die Besucher konnten die Handwerkskunst hautnah erleben.
Jeder Teilnehmer hatte seine Entwürfe bereits im Vorfeld entwickelt und brachte Zeichnungen oder Modelle mit. Innerhalb von etwa 14 Arbeitsstunden mussten sie ihre Ideen in massive Steinquader umsetzen – und ich sag’ euch, diese Quader waren größer als Schuhkartons! Ein echtes Kraftspiel, gepaart mit künstlerischem Geschick. Carla Braun, eine junge Steinmetzin im dritten Lehrjahr, erzählte begeistert von ihrem Wechsel von der Kunstgeschichte zur Steinmetzausbildung. Sie betonte, dass es im Steinmetzhandwerk keine Nachteile für Frauen gibt und dass technische Hilfsmittel zur Verfügung stehen. Respekt! Das Handwerk umfasst nicht nur die rohe Steinbearbeitung, sondern auch die künstlerische Gestaltung und Restaurierung historischer Bauwerke. Es ist ein Bereich voller Möglichkeiten!
Wettbewerb und Preisverleihung
Am Ende des Festivals wurden die 120 Kunstwerke von einer Jury prämiert. Und hier kommt die gute Nachricht: Carla Braun gewann den ersten Preis der Azubis! Ein Grund zum Feiern, oder? Alle Werke wurden versteigert, und der Erlös ging an das Festival sowie an den Freiburger Münsterbauverein und den Verein Stein + Kultur. Damit wird nicht nur die Kunst gefördert, sondern auch die Erhaltung historischer Stätten unterstützt. Eine Win-win-Situation!
Während der beiden Festivaltage konnten die Besucher auch an zahlreichen Aktionen teilnehmen. Ein Steinpfad und Kinderaktivitäten im Steinhauen sorgten für viel Spaß. Es war ein Fest für die Sinne, und das Festival gilt als ein wichtiger Treffpunkt für handwerklichen Nachwuchs und erfahrene Profis. Seit 1999 zieht es durch verschiedene europäische Städte und bringt Menschen zusammen, die eine Leidenschaft für das Steinmetzhandwerk teilen. Das ist nicht nur schön anzuschauen, sondern auch eine tolle Gelegenheit, voneinander zu lernen.
Bildung und Handwerk
Das Steinmetzhandwerk wird übrigens auch in Schulen thematisiert. In einer Unterrichtseinheit für das Fach Kunst, die für die Klassenstufen 11 bis 13 konzipiert ist, stehen zentrale Merkmale der Bildhauerei verschiedener Epochen im Fokus. Die Schüler erstellen einen kommentierten Zeitstrahl und analysieren bedeutende Bildhauerarbeiten. Sie gestalten sogar ihre eigenen Figuren nach Vorbildern wie Alberto Giacometti. Das ist nicht nur lehrreich, sondern fördert auch die kreative Selbsttätigkeit und das handwerkliche Geschick der Lernenden. Eine tolle Möglichkeit, um die Geschichte der Bildhauerei von der Altsteinzeit bis zur Moderne zu erleben und zu verstehen!
Insgesamt zeigt das Europäische Steinfestival, wie lebendig und vielfältig das Steinmetzhandwerk ist. Es verbindet Tradition mit Innovation und schafft Raum für neue Talente. Und die Begeisterung der jungen Steinmetze, die mit viel Enthusiasmus und Leidenschaft bei der Sache sind, ist einfach ansteckend!