Heute ist der 4.05.2026, und im beschaulichen Freudenstadt sorgt eine Nachricht für Aufsehen: Klaus Rückert, der über 15 Jahre als Landrat des Kreises Freudenstadt diente, hat überraschend sein politisches Amt aufgegeben. Der Grund? Ein neuer Lebensweg als Diakon, der ihn in die Welt der christlichen Nächstenliebe führen soll. Diese Entscheidung hat nicht nur seine politischen Kollegen überrascht, sondern auch viele Bürger, die ihn als verlässlichen und engagierten Landrat kannten.

Am vergangenen Wochenende hielt Rückert seine erste Predigt in der St. Martin-Kirche in Herrenberg. Etwa 80 Zuhörer waren gekommen, um ihm zuzuhören, als er über Zweifel im Glauben, Hoffnung und die Aufgaben der Diakonie sprach. Ein bewegender Moment, nicht nur für ihn, sondern auch für die Gemeinde, die gespannt auf seine neuen Impulse war. Rückert, der bereits ein Fernstudium der Theologie begonnen hat und dieses 2023 erfolgreich abgeschlossen hat, plant, am Pfingstsamstag 2027 zum Diakon geweiht zu werden.

Ein neuer Anfang

Sein Rückzug aus dem Landratsamt gab er bereits im September 2025 bekannt. Rückert wollte nicht bis zum regulären Ende seiner Amtszeit warten. Seine Entscheidung sei für ihn wie ein neuer Anfang gewesen, da er sich als „Mensch Klaus Rückert“ einbringen möchte – etwas, das ihm in der politischen Welt gefehlt habe. Persönliche Verluste, darunter der Tod eines Freundes, haben ihn zu diesem Wandel motiviert. Er sieht die Kirche als Gemeinschaft, in der er aktiv zur Gestaltung beitragen möchte.

Trotz seines Rückzugs bleibt Rückert der Region treu und arbeitet weiterhin Teilzeit als Richter am Amtsgericht Rottweil. Hier sieht er eine interessante Verbindung zwischen Jura und Theologie, insbesondere in der Auslegung von Regeln. Diese Perspektive wird sicherlich auch in seine diakonische Arbeit einfließen, die er bereits mit einem Projekt am Waldfriedhof in Herrenberg begonnen hat, wo er Gespräche anbietet und Menschen in schwierigen Lebenslagen zur Seite steht.

Das Erbe eines Landrats

Während seiner Amtszeit als Landrat hat Rückert einige bedeutende Projekte ins Leben gerufen. Unter anderem war er für die Schließung eines Krankenhauses in Horb verantwortlich und hat den Bau eines neuen Krankenhauses in Freudenstadt vorangetrieben. Auch sein Engagement für den Nationalpark Schwarzwald und die Unterstützung von sozialen Projekten, wie der Unterbringung von Geflüchteten während der Corona-Pandemie, sind Teil seines Erbes. Rückert hebt die positive Entwicklung der Infrastruktur in der Region hervor und hat unter anderem einen bundesweit beachteten ÖPNV-Taxi-Service eingeführt.

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Sein Nachfolger steht vor Herausforderungen, wie etwa einem ungenehmigten Haushalt, und Rückert hat sich kritisch zur politischen Entwicklung geäußert. Doch anstatt sich in der Politik zu verlieren, wählt er jetzt den Weg der Nächstenliebe. In einer Welt, die oft von Hektik und Unsicherheit geprägt ist, könnte sein neuer Kurs vielleicht genau die Inspiration bieten, die viele Menschen brauchen. Rückert selbst betont die Verantwortung, die er vor Gott und den Menschen sieht – eine Haltung, die für viele ein Lichtblick sein könnte.

Wer weiß, welche Impulse Klaus Rückert als Diakon setzen wird und wie er die Menschen in seiner neuen Rolle erreichen kann. Eines ist sicher: Seine Reise von der politischen Bühne hin zur Diakonie wird spannend zu beobachten sein.

Für weitere Informationen zu diesem Thema, besuchen Sie bitte Tagesschau oder Mein München.