In Freudenstadt tut sich was – und das nicht nur in puncto Natur und Erholung, sondern auch beim Thema Verkehr. Beschwerden über Verkehrslärm haben nun endlich dazu geführt, dass ein neues Tempolimit eingeführt wird. Das ist doch mal eine gute Nachricht für alle, die auf ruhige Nachmittage und entspannte Spaziergänge in der Stadt Wert legen! Der neue Lärmaktionsplan sieht mehrere Geschwindigkeitsbeschränkungen vor, die insbesondere kritisierte Straßen betreffen. Ein ganz konkretes Beispiel: Die Tempo-30-Zone in der Straßburger Straße wird bis zur Abzweigung zur Schömberger Straße verlängert. Genial, oder?
Diese Maßnahme soll insbesondere die Anwohner einer Seniorenresidenz entlasten, die über die Lärmbelastung durch Ausflugsverkehr geklagt haben. Auch die Stuttgarter Straße wird nicht vergessen – hier wird die Tempo-30-Zone bis zum türkischen Supermarkt ausgeweitet. Anwohner beschweren sich dort über Raser und Poser, die den ruhigen Alltag stören. Ein unhaltbarer Zustand, muss man sagen! Außerdem gibt es in der Wildbader Straße momentan nur eine Geschwindigkeitsbeschränkung vor dem Oberlinhaus. Doch auch hier steht eine Verbesserung an: Der Lärmaktionsplan sieht vor, die Lücke zwischen der Wildbader Straße und der Hirschkopfstraße zu schließen.
Erweiterung der Tempo-30-Zonen
In der Blaicherstraße wird ebenfalls ein Lückenschluss geplant, der die bestehende Tempo-30-Zone ausweiten soll. Das klingt alles sehr vielversprechend! In der Bahnhofsstraße wird das Tempolimit von montags bis freitags auf eine generelle 30 km/h-Beschränkung ausgeweitet. Und das ist noch nicht alles: Eine Sanierung des Straßenbelags in der Bahnhofsstraße ist ebenfalls in Planung, um die Lärmbelastungen durch Straßenschäden zu reduzieren. Diese Maßnahmen sind nicht nur wichtig, sondern auch dringend notwendig. Und was noch besser ist: In Dietersweiler wird auf der Schwarzwaldstraße ein Tempolimit von 30 km/h eingeführt. Die neue Beschilderung soll in den nächsten Monaten erfolgen.
Allerdings – und das muss man auch sagen – könnte die Sanierung der Bahnhofsstraße etwas länger dauern. Schließlich muss sie erst im nächsten Haushaltsplan der Stadt finanziert werden, der erst im kommenden Jahr verabschiedet wird. Ein bisschen Geduld ist also gefragt. Und wann genau die Wildbader Straße sowie der angrenzende Teil der Hirschkopfstraße saniert werden, ist unklar, da diese in der Verantwortung des Landes liegen.
Klimaschutz und Verkehrssicherheit
Das Thema Tempo 30 ist nicht nur ein lokalpolitisches, sondern hat auch größere Dimensionen. Es fördert Lärm- und Klimaschutz sowie die Verkehrssicherheit. Trotzdem haben viele Kommunen Schwierigkeiten, „Tempo 30“ auszuweisen. Ein Rechtsgutachten des Umweltbundesamtes hat jetzt analysiert, welche Änderungen von Gesetzen und Verordnungen nötig sind, um diese Hindernisse zu überwinden. Es zeigt auf, was bereits heute möglich ist! Kommunen können „Tempo 30“-Abschnitte auf Hauptverkehrsstraßen als Lärmschutzmaßnahme umsetzen, solange sie im Lärmaktionsplan festgelegt sind. Das Bundesimmissionsschutzgesetz verpflichtet die Behörden zur Umsetzung dieser Maßnahmen.
Eine spannende Entwicklung für Freudenstadt und andere Städte, die ähnliche Herausforderungen im Bereich Verkehrslärm haben. Es bleibt zu hoffen, dass die neuen Maßnahmen schnell umgesetzt werden und die Anwohner endlich etwas mehr Ruhe finden können. Der Weg ist zwar noch lang, aber die ersten Schritte sind gemacht.