Schilderdiebstahl und Schreibfehler: Kuriositäten aus Rappach
In der kleinen Gemeinde Rappach, die zur Gemeinde Bretzfeld im Hohenlohekreis gehört, sorgt ein kurzes, aber prägnantes Wort für Aufregung. Ein Ortsschild, das seit 2017 mit einem Schreibfehler ausgestattet war – „Hohelohekreis“ statt „Hohenlohekreis“ – wurde entwendet, bevor es endlich ausgetauscht und in eine korrekte Version umgewandelt werden konnte. Der Fehler, der erst am 3. Juni 2023 durch einen Bericht der „Heilbronner Stimme“ ans Licht kam, erregte nicht nur die Aufmerksamkeit der Gemeinde, sondern wurde auch als ernstzunehmendes Vergehen betrachtet. Die Gemeinde hat den Diebstahl zur Anzeige gebracht, und der Hauptamtsleiter Benjamin Offenberger reagierte humorvoll auf die Panne. Er bemerkte, dass der Dialekt das Wort fast heimisch klingen lässt – irgendwie charmant, oder?
Die Ursache des Fehlers bleibt ein Rätsel. Ob es an der Bestellung, der Produktion oder der Montage lag, weiß niemand genau. Fest steht jedoch, dass die Gemeinde nun etwas tiefer in die Tasche greifen muss, denn ein neues Schild kostet etwa 350 Euro. Im Übrigen sind ähnliche Verwirrungen bei Ortsschildern in der Region Heilbronn-Franken nicht neu. Auch in Neckarsulm wurden Schreibfehler festgestellt, die laut Stadtverwaltung auf eine externe Baufirma zurückzuführen sind. Gespräche wurden bereits geführt, um solche Missgeschicke in Zukunft zu vermeiden. Bretzfeld plant ebenfalls, die Kontrolle der Ortsschilder zu verbessern, um die Wahrscheinlichkeit von weiteren Fehlern zu minimieren.
Diebstahl von Ortsschildern – Ein weit verbreitetes Phänomen
Die Kuriosität rund um Ortsschilder ist kein Einzelfall. Immer wieder verschwinden Schilder, vor allem die mit skurrilen Namen. Ein Beispiel ist das Schild von Schießen, das erst kürzlich gestohlen wurde. Dort bittet die Polizei um Hinweise zu den Tätern, während die Kosten für ein Ortsschild – etwa 130 Euro plus Montage – schnell zu einer finanziellen Belastung für die Kommunen werden. Und das, obwohl selbst fest vernietete oder verschweißte Schilder nicht vor Dieben sicher sind. Es scheint, als wären diese Schilder beliebte Souvenirs oder Dekorationselemente, etwas, das man vielleicht sogar als Geburtstagsgeschenk in Betracht ziehen könnte – eine schräg-humorvolle Vorstellung, oder?
Ein weiteres Beispiel für die Absurditäten im Bereich der Ortsschilder ist ein Dorf an der deutsch-österreichischen Grenze, das seinen Namen von Fucking in Fugging geändert hat. Diese kleinen, oft humorvollen Namen sind nicht nur ein Gesprächsthema, sie ziehen auch die Aufmerksamkeit von Schilderdieben auf sich. Die Polizei im Alb-Donau-Kreis hat festgestellt, dass das Schild Deppenhausen häufig zum Ziel von Dieben wird. Es ist schon fast ein Trend geworden, solche Schilder zu stehlen!
In der Tat, die deutschen Behörden ersetzen jährlich etwa 1,6 Millionen Verkehrsschilder. Das sind enorme Ausgaben für die Kommunen, die sich um die Instandhaltung der öffentlichen Infrastruktur kümmern müssen. Damit wird deutlich, dass der Diebstahl von Ortsschildern nicht als Kavaliersdelikt abgetan werden kann. Die Strafen für diesen Unfug sind nicht ohne; es drohen Geld- oder sogar Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren. Das bringt uns zurück nach Rappach, wo die Gemeinde nun nicht nur mit dem Schilderdiebstahl, sondern auch mit den Folgen der Schreibfehler konfrontiert ist.
Wer weiß, ob das nächste Schild, das in Rappach aufgestellt wird, nicht auch wieder auf seine ganz eigene Art und Weise in die Schlagzeilen geraten wird? Das bleibt abzuwarten, aber eines ist sicher: Die Geschichte um das „Hohelohekreis“-Schild wird sicher nicht die letzte ihrer Art gewesen sein.
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