NaiS: Digitale Plattform für nachhaltige Gebäudesanierung in Karlsruhe
Heute ist der 12.06.2026 und ich möchte euch von einem spannenden Projekt berichten, das gerade in Karlsruhe ins Rollen kommt. Es geht um die Plattform NaiS (Nachhaltige intelligente Sanierungsmaßnahmen), die vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ins Leben gerufen wurde. Das Ziel dieser innovativen Initiative? Die energetische Sanierung von Gebäuden neu zu gestalten. Ein Thema, das nicht nur in Deutschland, sondern auch hier in Österreich von großer Bedeutung ist.
Wusstet ihr, dass rund 75% der Gebäude in Deutschland vor der ersten Wärmeschutzverordnung von 1977 gebaut wurden? Das bedeutet, dass viele dieser Gebäude potenziell sanierungsbedürftig sind. Über die Hälfte aller Wohngebäude sind betroffen! Die Wärmeschutzverordnung wurde damals nach der Ölkrise eingeführt, um den Energieverbrauch zu senken. Doch die Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen ist oft ein mühsamer Prozess. Informationen müssen manuell zusammengeführt und bewertet werden – das ist zeitaufwendig und kompliziert.
Die digitale Lösung
Hier kommt die Plattform NaiS ins Spiel. Sie bündelt digitale Dienste zur automatischen Auswertung und Verknüpfung von Daten aus Bildern, Grundrissen und Texten. Künstliche Intelligenz (KI) wird genutzt, um fehlende Informationen zu ergänzen und digitale Gebäudemodelle aufzubereiten. Das Ergebnis? Eine anschauliche 3D-Darstellung, die nicht nur das Sanierungspotenzial aufzeigt, sondern auch Hinweise zu Fördermöglichkeiten gibt. Diese Plattform soll für verschiedene Nutzergruppen zugänglich sein: Kommunen, Immobilienunternehmer und Eigenheimbesitzer können davon profitieren.
Gerhard Satzger, der Chef der Forschungsgruppe „Digital Service Innovation“, sieht einen echten Mehrwert in der schnellen Evaluierung großer Gebäudebestände. Thomas Gillich, stellvertretender Amts- und Bereichsleiter des Energiemanagements der Stadt Karlsruhe, hebt hervor, wie wichtig schnelle Analysen mit geringem Aufwand sind. Er möchte die Zuverlässigkeit der Plattform durch Vergleiche mit Echtdaten testen. Philipp Hollberg, Geschäftsführer von CAALA, sieht in der Plattform eine Lösung für die Herausforderungen, die mit der Digitalisierung alter Pläne und Dokumente verbunden sind.
Praktische Vorteile und Nutzerfeedback
Die Plattform ist bereits ab sofort über die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen verfügbar. Das ist eine großartige Nachricht! Das Nutzerfeedback spricht für sich: 104 Tester haben die Plattform ausprobiert, und 93% bestätigen, dass sie einen echten Mehrwert bietet. 87% sehen Unterstützung bei der Bewertung von Gebäuden. Das ist nicht nur beeindruckend, sondern könnte auch die Art und Weise revolutionieren, wie wir über Sanierungen denken.
Ein weiterer Pluspunkt? Der Analyseaufwand sinkt von Tagen auf Minuten! Von 16 Arbeitsstunden auf nur 10-20 Minuten. Und das ist kein leeres Versprechen – die Plattform wird von verschiedenen Partnern unterstützt, darunter die Ed. Züblin AG und die Concular GmbH.
Nachhaltigkeit im Fokus
Um die Treibhausgasemissionen bis 2030 auf 66 Millionen Tonnen zu reduzieren, müssen Sanierungsmaßnahmen intensiviert werden. Der Gebäudesektor war 2022 für etwa 112 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente verantwortlich. KI hat das Potenzial, bei der Analyse komplexer Datensätze zu helfen und präzise Vorhersagen zur Energieeinsparung und CO₂-Reduktion zu ermöglichen. Die ersten Anwendungen zeigen vielversprechende Ergebnisse, etwa bei der präzisen Lokalisierung von Energieverlusten. Das ist doch einfach genial!
Der NaiS Summit am 11. Juni 2026 wird eine wichtige Plattform für die Diskussion über die digitale und nachhaltige Transformation des Gebäudebestands sein. Es bleibt spannend, wie sich dieses Projekt entwickeln wird und welche weiteren innovativen Lösungen in der Zukunft auf uns warten. Wer weiß, vielleicht wird Karlsruhe bald zum Vorbild für andere Städte in Deutschland und darüber hinaus.
Die Integration erneuerbarer Energien, wie Photovoltaik oder Wärmepumpen, kann durch den Einsatz von KI ebenfalls effizienter geplant werden. Ingenieure sollten sich dringend mit diesen Technologien vertraut machen. Es ist eine aufregende Zeit für die Bau- und Immobilienwirtschaft, und ich bin gespannt, wie der Fortschritt in den kommenden Monaten aussehen wird.
