In Lörrach, einer Stadt im Dreiländereck von Deutschland, hat das Museumsdepot des Dreiländermuseums kürzlich die Auszeichnung „Bauwerk Schwarzwald“ erhalten. Diese Ehrung, die am Montag, dem 20. April 2026, bekannt gegeben wurde, würdigt die architektonische Qualität, Funktionalität und die regionale Identität des neu errichteten Gebäudes. Das Depot, das seit 2022 in Betrieb ist, sichert, erforscht und bereitet über 50.000 Objekte der Dreiländersammlung für zukünftige Ausstellungen vor.

Das zweigeschossige Neubauprojekt wurde von Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic, Museumsleiter Jan Merk, Depotleiter Arne Gentzsch und Architekt Frank Hovenbitzer vorgestellt. Der monolithische Baukörper, der im Gewerbegebiet Brombach-Ost steht, zeichnet sich durch sein nahezu fensterloses Design aus, das hohe Sicherheits- und Klimaanforderungen erfüllt. Die Fassade ist plastisch gegliedert und in warmen Erdtönen gehalten, was dem Gebäude eine einladende Ausstrahlung verleiht.

Moderne Museumsarbeit und regionale Identität

Das Museumsdepot ist speziell für moderne Museumsarbeit konzipiert und bietet umfangreiche Räumlichkeiten, die für Inventarisierung, Verwaltung, Restaurierung sowie eine klimatisch geschützte Anlieferung genutzt werden. Diese Aspekte sind entscheidend, um empfindliche Exponate sicher zu transportieren und unter optimalen Bedingungen zu lagern. Darüber hinaus dient das Depot auch als Ort für Fachtagungen, die bereits dreimal seit der Eröffnung stattfanden.

Die Realisierung des Museumsdepots kostete rund vier Millionen Euro, wovon 1,98 Millionen Euro durch die Europäische Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert wurden. Die Finanzierung erfolgte zudem durch städtische Investitionen und lokale Unterstützung, was die Bedeutung des Projekts für die Region unterstreicht. Bereits zuvor wurde das Depot mit der Hugo-Häring-Auszeichnung Hochrhein 2023 geehrt, was die hohe architektonische Qualität und die Integration in das städtebauliche Umfeld bestätigt.

Förderung von Heimatprojekten in Deutschland

Die Auszeichnung des Museumsdepots ist nicht nur ein Zeichen für architektonische Exzellenz, sondern auch ein Beispiel für die Förderung regionaler Identität. In Deutschland, ähnlich wie in Bayern, werden innovative Heimatprojekte durch verschiedene Förderprogramme unterstützt. Diese Programme zielen darauf ab, gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen in allen Regionen zu schaffen und die Attraktivität sowohl von städtischen als auch von ländlichen Räumen zu steigern. Die Unterstützung des Heimatbewusstseins und der Heimatverbundenheit der Bürger steht dabei im Mittelpunkt.

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Insgesamt ist das Museumsdepot in Lörrach ein herausragendes Beispiel dafür, wie moderne Architektur und regionale Kultur harmonisch miteinander verbunden werden können. Die Auszeichnung „Bauwerk Schwarzwald“ ist eine verdiente Anerkennung für die Leistung aller Beteiligten und signalisiert, dass das Depot nicht nur ein Ort der Aufbewahrung, sondern auch ein lebendiger Teil der Gemeinschaft ist. Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel der Badischen Zeitung und auf Breisgau Live.