Das Dreiländermuseum in Lörrach ist ein Ort, der Geschichten lebendig werden lässt. Ab dem 12. September 2026 wird dort eine spannende Sonderausstellung mit dem Titel „Zuhause – unterwegs. Migrationsgeschichten“ eröffnet. Diese Ausstellung hat das Ziel, persönliche Erinnerungen, Geschichten und Objekte von Menschen zu sammeln, die Grenzübertritte erlebt haben. Ein ganz schön ambitioniertes Projekt, wenn man bedenkt, wie viele Lebenswege es gibt!

Marlon Zimmermann, der Projektmanager, hebt die Vielfalt der Erfahrungen hervor – von Arbeit und Ausbildung bis hin zu familiären Gründen und politischen Ereignissen. Der Aufruf richtet sich an alle, die im Dreiländereck leben oder gelebt haben, ihre Geschichten zu teilen. Besonders interessant sind Objekte, die mit dem Aufbruch, dem Ankommen oder dem Leben zwischen verschiedenen Orten verbunden sind. Wer hätte gedacht, dass alte Koffer, Fotos oder sogar Briefe Teil einer solch bedeutenden Sammlung werden könnten?

Persönliche Geschichten gesucht

Das Dreiländermuseum ist auf der Suche nach Erinnerungsstücken und persönlichen Geschichten. Sie wollen die Lebensrealitäten von Menschen sichtbar machen, die Migration erlebt haben. Ob Fotografien, Kleidungsstücke oder Dokumente – alles ist willkommen! Besonders die Lebensgeschichten, die von Liebe, Hoffnung und neuen Perspektiven erzählen, sollen in die Ausstellung einfließen. Es ist der Wunsch, dass ausgewählte Beiträge nicht nur temporär, sondern dauerhaft Teil der Sammlung des Museums werden.

Das Museum spricht auch Vereine, Initiativen und Institutionen an, um die Kontaktvermittlung zu erleichtern. Das zeigt, wie wichtig es ist, auch die Gemeinschaft mit ins Boot zu holen. Interessierte können sich direkt beim Dreiländermuseum melden und ihre Geschichten und Objekte einbringen. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, um die eigene Vergangenheit auf eine neue Weise zu reflektieren und einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Ein Blick auf Migrationsgeschichten

Die Ausstellung „Zuhause – unterwegs“ ist nicht nur ein Schaufenster für individuelle Schicksale, sondern auch eine Plattform, die mit einer Vielzahl von Medien und Projekten verknüpft ist. In der heutigen Zeit, in der Migration ein zentrales Thema ist, ist es wichtig, diese Geschichten zu erzählen und sichtbar zu machen. Die Broschüre zur Qualität von Bildungsmedien in der Migrationsgesellschaft bietet beispielsweise Unterstützung bei der Auswahl rassismuskritischer und diversitätssensibler Materialien. Solche Initiativen sind unerlässlich, um eine bessere Verständigung und Integration zu fördern.

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Es gibt auch spannende Formate wie den Escape-Room „Rätselräume“, der Migration und rechtsextreme Gewalt thematisiert. Oder die Veröffentlichung von Dialog macht Schule, die Migration und Zugehörigkeit behandelt. Solche Projekte zeigen, dass Migrationsgeschichten nicht nur in Ausstellungen, sondern auch in der Bildung und im Alltag eine Rolle spielen sollten. Ein Beispiel ist das Unterrichtskonzept „Migration LiVe“, das speziell für heterogene Klassen entwickelt wurde. Es setzt sich mit den vielfältigen Erfahrungen von Migrant:innen auseinander und fördert ein besseres Verständnis.

Die Initiative „Lebenswege – Hayat Yollari“ beispielsweise dokumentiert Biographien von Migrant:innen und verdeutlicht, wie wichtig es ist, die Geschichten der Menschen in den Vordergrund zu stellen. Ein digitales Wissensarchiv zu antimuslimischem Rassismus trägt ebenfalls dazu bei, ein Bewusstsein für die Herausforderungen zu schaffen, mit denen viele konfrontiert sind. So wird deutlich, dass Migrationsgeschichten nicht nur individuelle Erlebnisse sind, sondern Teil einer größeren gesellschaftlichen Erzählung.

Der Aufruf des Dreiländermuseums ist also mehr als nur ein Appell – es ist eine Einladung an alle, die Teil dieser spannenden Erzählung sein wollen. Möge die Ausstellung ein Ort der Begegnung und des Austauschs werden, an dem wir mehr über die vielfältigen Lebenswege erfahren können und vielleicht sogar ein Stück weit über uns selbst lernen.