Ein ehemaliger Klinikmanager aus Offenburg hat sich auf die sonnige Insel Mallorca zurückgezogen und ein neues Leben begonnen. Christian Keller, der acht Jahre lang als Manager im Ortenau-Klinikum tätig war, lebt nun mit seiner Frau Arabella in Palma. Vor rund einem Jahr kündigten die beiden ihre alten Berufe, um ihrer Leidenschaft für Wein und gutes Essen nachzugehen. Das Resultat dieser mutigen Entscheidung? Eine eigene Wein- und Tapasbar namens „Fría Sophia“, die sie seit drei Wochen betreiben. Der Name ist eine Hommage an die Eisheilige „Kalte Sophie“ und an Freiburg, wo sie vorher lebten. Es ist tatsächlich erstaunlich, wie schnell sich das Leben verändern kann!

Keller beschreibt seine neue Existenz als stark verändert im Vergleich zu früher. Anstatt mit Bilanzen, Mitarbeitern, Politikern und Kommunen beschäftigt zu sein, steht er nun hinter der Theke seiner Bar und bereitet alles für die Gäste vor. Komischerweise hat er sich auch ein wenig äußerlich verändert – sein Teint ist dank der Sonne auf den Balearen bräunlich, und auch seine Haare sind grauer geworden. Das Paar genießt die mediterrane Lebensart, und es scheint, als ob sie sich gut eingelebt haben.

Ein neues Lebensgefühl auf Mallorca

Die Bar bietet nicht nur ausgesuchte Weine und Champagner, sondern auch „Toppers“ – kleine Teller mit Käse, Schinken und anderen Häppchen. Arabella, die zuvor Regionalleiterin der Volksbank Freiburg war, kümmert sich nun um Salate und Snacks, während Christian für den Wein zuständig ist. Es ist faszinierend zu hören, dass etwa 80 Prozent ihrer Gäste Deutsche sind, aber die Zahl der spanischen Besucher steigt ebenfalls. Ein Wein von Winzer Andreas Laible aus Durbach findet seinen Platz in ihrem Angebot.

Die Entscheidung, den alten Job hinter sich zu lassen, war nicht einfach. Es bringt neue Herausforderungen mit sich, denn nun verbringen Christian und Arabella viel Zeit miteinander – was nicht immer einfach ist. Dennoch empfinden sie den Schritt als lohnenswert. In den letzten Monaten vermissten sie ihre alten Freunde, aber der neue Lebensstil mit Tapas und Wein füllt diese Lücke ein Stück weit aus. Lediglich im Herbst haben sie Freiburg kurz besucht, um an einem Geburtstag teilzunehmen.

Der Reiz Mallorcas für Expats

Mallorca hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Wohnort für Expats entwickelt. Die Insel bietet über 300 Sonnentage im Jahr, eine beeindruckende landschaftliche Vielfalt und einen entspannten Lebensstil. Für viele, die wie Christian und Arabella den Schritt ins Ungewisse wagen, gibt es administrative Hürden zu überwinden, wie die Beantragung der NIE-Nummer oder die Anmeldung beim Sozialversicherungsträger. Aber auch das gehört zum Abenteuer dazu.

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Die Lebenshaltungskosten auf Mallorca sind 20-30% günstiger als in deutschen Großstädten. Das macht die Entscheidung, hier zu leben, besonders attraktiv. Ein Einzelner kann mit monatlichen Ausgaben von 1.500 bis 1.800 Euro rechnen. Und auch der Immobilienmarkt hat seine eigenen Herausforderungen: Die Preise steigen und steigen, aber für viele ist es das wert. Die deutsche Community auf der Insel wächst stetig – offiziell leben etwa 18.600 Deutsche hier, inoffiziell könnten es sogar 60.000 sein!

Für Christian und Arabella bleibt es spannend, wie sich ihr neues Leben weiterentwickeln wird. Die Bar ist ein neuer Anfang, eine neue Herausforderung und eine Möglichkeit, ihre Träume zu leben. Und wer weiß, vielleicht wird „Fría Sophia“ bald ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen, um die besten Weine und Tapas der Insel zu genießen. Das Leben auf Mallorca hat für sie gerade erst begonnen.

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