Im Ortenaukreis, einem idyllischen Teil Deutschlands, gibt es ein aufmerksames Auge auf die Mülltonnen. Ja, richtig gehört! In letzter Zeit haben die Behörden festgestellt, dass etwa 10 Prozent der Abfallbehälter stark überfüllt sind. Das bedeutet, dass viele Bürger mit ihrem Abfall nicht ganz klarzukommen scheinen. Besonders auf den 60-Liter-Tonnen stapeln sich die Müllsäcke oft so hoch, dass sie mehr als die doppelte Abfallmenge aufnehmen. Da fragt man sich doch: Wo soll das alles hin?

Die überfüllten Behälter sind nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern auch ein praktisches. Lose Müllsäcke oder überquellende Tonnen werden schlichtweg nicht entleert. Nach der Abfallwirtschaftssatzung ist es nämlich so, dass die Behälter nur so gefüllt werden dürfen, dass der Deckel mühelos schließt. Einstampfen oder Pressen von Abfällen ist nicht erlaubt – und das aus gutem Grund. Es gibt schließlich sieben verschiedene Behältergrößen zwischen 35 und 1100 Litern zur Auswahl, die jedem Bedarf gerecht werden sollten.

Kontrollen und Lösungen

Um die Situation zu verbessern, werden überfüllte Behälter verstärkt kontrolliert. Wenn jemand seine Tonne oder die Säcke nicht ordnungsgemäß bereitstellt, wird das mit einem roten Hinweisaufkleber markiert. Ja, das ist ein echter Warnschuss! Für diejenigen, die gelegentlich mehr Müll haben, gibt es kostenpflichtige Zusatzsäcke, die in Rathäusern, Ortsverwaltungen, Wertstoffhöfen und beim Landratsamt in Offenburg erhältlich sind. Diese roten Säcke kosten 4,60 Euro und können am Leerungstag einfach mit dem Restabfallbehälter bereitgestellt werden. Praktisch, oder? Bei Fragen zur Abfallentsorgung steht die Abfallberatung gerne zur Verfügung.

Das Abfallgebührensystem im Ortenaukreis ist zudem bedarfsgerecht gestaltet. Die Gebühren richten sich nach dem gewählten Volumen, was bedeutet, dass jeder für das bezahlt, was er tatsächlich nutzt. Über das Kundenportal können die Bürger ihre Behältergrößen anpassen, um so vielleicht künftig überfüllte Tonne zu vermeiden. Es ist also nicht nur eine Frage des Mülls, sondern auch eine der Verantwortung und der richtigen Planung.

Ein Blick auf die Abfallwirtschaft

Die Thematik rund um die Abfallwirtschaft hat sich seit den 1970er Jahren stark gewandelt. Von einer Beseitigungswirtschaft haben wir uns hin zu einer Kreislaufwirtschaft entwickelt, die nicht nur die natürlichen Ressourcen schont, sondern auch umweltfreundlich ist. Es gibt wichtige Aspekte wie die Verbesserung des Umwelt- und Klimaschutzes sowie die effiziente Nutzung von Ressourcen, die immer mehr in den Vordergrund rücken.

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Die Abfallhierarchie hat sich in fünf Stufen unterteilt, die mit der Vermeidung von Abfällen beginnt und mit der Beseitigung endet. Abfälle müssen von Anfang an getrennt gesammelt werden, denn nur so kann eine stoffliche Verwertung stattfinden. Seit 2015 gilt die verpflichtende getrennte Sammlung von Altpapier, Altglas, Kunststoffabfällen und Bioabfällen. Ein wirklich wichtiger Schritt in die richtige Richtung!

In Deutschland fallen jährlich rund 350 Millionen Tonnen Abfall an, wobei Bau- und Abbruchabfälle etwa 60 Prozent des gesamten Abfallaufkommens ausmachen. Siedlungsabfälle machen nur etwa 14 Prozent aus. Es ist also klar, dass die Abfallwirtschaft nicht nur ein lokales, sondern ein landesweites Thema ist, das uns alle betrifft – und auch wir im Ortenaukreis sind Teil davon.

Die Abfallwirtschaft hierzulande ist technologisch hoch entwickelt. Es gibt zahlreiche Initiativen, die hochwertige Entsorgungsverfahren fördern und deren Weiterentwicklung unterstützen. Die Anlaufstelle für Abfalltransport, die im UBA eingerichtet wurde, spielt hierbei eine zentrale Rolle. All diese Maßnahmen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, aber es gibt noch viel zu tun. Jeder von uns ist gefragt, seinen Beitrag zu leisten – nicht nur für die eigene Tonne, sondern auch für unsere Umwelt insgesamt.