Im Ostalbkreis tut sich gerade einiges auf dem Gebiet der Tarifverhandlungen. Die Gespräche zwischen der Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfallbewirtschaftung mbH (GOA) und der Gewerkschaft ver.di sind in vollem Gange und betreffen rund 400 Beschäftigte. Am 16. April 2026 wurde in Mögglingen der erste Schritt in Richtung einer Einigung gemacht. Doch die Stimmung ist angespannt, denn bei einer möglichen Ablehnung des Tarifvorschlags drohen nicht nur neue Verhandlungen, sondern auch Streiks. Die Frist für eine Entscheidung über den aktuellen Tarifvorschlag läuft bis zum 16. Juni 2026, und bis dahin müssen die Parteien eine Lösung finden.

Ver.di fordert eine Lohnerhöhung von 5 %, mindestens jedoch 180 Euro monatlich. Auch die Auszubildenden sollen nicht zu kurz kommen – hier stehen 150 Euro mehr pro Monat im Raum. Zudem wird eine jährliche Sonderzahlung von 600 Euro für Gewerkschaftsmitglieder gefordert, die wahlweise auch in freie Tage umgewandelt werden kann. Die GOA hingegen hat ein aktuelles Angebot unterbreitet, das eine Steigerung der Löhne um 2,8 % ab dem 01. Mai 2026 sowie eine weitere Erhöhung von 2,0 % ab dem 01. Januar 2027 vorsieht. Dies entspricht einer Gesamtsteigerung von rund 4,8 %. Ein bisschen mehr für die Auszubildenden gibt es auch, sie könnten insgesamt 125 Euro in zwei Stufen erhalten. Irgendwie alles noch nicht ganz genug, oder?

Intensive Verhandlungen und Arbeitsplatzsicherheit

Die Verhandlungen sind alles andere als einfach. Themen wie Betriebsänderungen und Stellenabbau stehen auf der Agenda und machen es den Verhandlern nicht leicht. Yvonne Baumann von ver.di hat die Wichtigkeit der Arbeitsplatzsicherheit betont – ein Thema, das in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten immer relevanter wird. Jonas Schamburek, Gewerkschaftssekretär, weist darauf hin, dass die Beschäftigten in dieser aktuellen wirtschaftlichen Situation dringend Unterstützung benötigen. Es ist schließlich nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch der Würde der Menschen, die für die Abfallwirtschaft im Ostalbkreis arbeiten.

Die GOA hat zwar eine positive wirtschaftliche Bilanz veröffentlicht und plant Investitionen im Jahr 2025, aber die Frage bleibt: Wie viel davon kommt tatsächlich den Beschäftigten zugute? Der Landkreis Ostalb hält 49 %, die Hörger Holding GmbH 51 % an der GOA, und die Verantwortung für die Abfallwirtschaft im Ostalbkreis liegt auf ihren Schultern. Ein Scheitern der Verhandlungen könnte zu möglichen Behinderungen oder sogar Ausfällen bei der Müllentsorgung führen – das wäre ein echtes Problem für die Bürger.

Ein Blick über den Tellerrand

Einige von uns erinnern sich vielleicht an die Tarifrunde im öffentlichen Dienst, die im Februar 2026 zu einem Abschluss kam. Hier wurden die Entgelte um 5,8 % in drei Schritten erhöht. Diese Entwicklungen zeigen, wie wichtig es ist, dass auch die Verhandlungen in der Abfallwirtschaft zu einem positiven Ergebnis führen. Die Mitgliederbefragung von ver.di zur TV-L-Einigung ergab, dass 51,46 Prozent für das Verhandlungsergebnis stimmten. Das zeigt, dass die Beschäftigten in den Tarifverhandlungen durchaus Mitspracherecht haben, auch wenn es manchmal knifflig ist.

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Die GOA und ver.di stehen also vor einer Herausforderung, die nicht nur die unmittelbaren Beschäftigten betrifft, sondern auch das ganze System der Abfallwirtschaft im Ostalbkreis. Geht es um die Frage, wie viel wir bereit sind, für die Müllentsorgung zu zahlen, wird es spannend, denn höhere Löhne könnten auch höhere Müllgebühren zur Folge haben. Man darf gespannt sein, wie sich die Verhandlungen bis zum 16. Juni entwickeln. Eine Einigung könnte nicht nur die Beschäftigten zufriedenstellen, sondern auch für alle Bürger des Ostalbkreises von Vorteil sein. Die Zeit wird zeigen, ob die GOA eine Lösung finden kann, die sowohl wirtschaftliche Stabilität als auch faire Arbeitsbedingungen vereint.

Für diejenigen, die mehr darüber erfahren möchten, hier ist der link zur Quelle.