Im Ostalbkreis tut sich etwas. Der Landkreis plant den Bau einer neuen Backboneleitung, die sich über etwa 7,3 Kilometer erstrecken wird. Diese Leitung soll zwischen Metlangen und dem Gewerbegebiet „Krähe“ in Schwäbisch Gmünd verlaufen. Ein ambitioniertes Unterfangen, das darauf abzielt, digitale Lücken im Backbone-Netz zu schließen und somit die Internetversorgung in der Region erheblich zu verbessern. Um das Ganze zu realisieren, wurde das Modellprojekt „Kreisweite Netzplanung“ ins Leben gerufen. Dabei wird eine Grobplanung des Backbone-Netzes sowie FTTC- (Fibre to the Curb) und FTTB- (Fiber to the Building) Planungen für unterversorgte Gebiete erstellt. FTTC ermöglicht Geschwindigkeiten von 100 bis 250 Mbit/s, während FTTB sogar bis zu 1 Gbit/s bietet!
Aktuell sind Teile von Schwäbisch Gmünd, Waldstetten und Lorch nicht redundant abgesichert – was bedeutet, dass sie im Störungsfall unversorgt bleiben. Ein echtes Problem in der heutigen digitalen Welt, wo man oft auf einen zuverlässigen Internetzugang angewiesen ist. Der früheste Baubeginn für die neue Leitung ist auf den 1. Juni 2026 datiert, und der Abschluss der Maßnahme soll im ersten Quartal 2027 erfolgen. Die Gmünder Stadtwerke haben dem Kreis eine bestehende Leerrohrverbindung von rund 2700 Metern für 150.000 Euro (netto) verkauft. Der Landkreis muss nun noch 3550 Meter Backbone-Netz ausschreiben, begleitet vom Ingenieurbüro Seim & Partner. Die Gesamtkosten für die Neubaustrecken werden auf etwa 540.000 Euro (netto) geschätzt, was den Gesamtaufwand auf rund 690.000 Euro hebt. Aber keine Sorge – die Ausgaben für den Ausbau sind im Finanzhaushalt 2026 gedeckt!
Fortschritte im Breitbandausbau
Doch das ist nicht das einzige, was im Ostalbkreis passiert! Der erste Abschnitt der bahnparallelen Backbonetrasse wurde bereits in Betrieb genommen. Dieses Projekt, das größte kommunale Infrastrukturprojekt in Deutschland, wurde in Kooperation mit der DB Netz AG ins Leben gerufen. Das Ziel? Ein flächendeckendes Breitbandnetz im Ostalbkreis. Geplant sind insgesamt 680 Kilometer Backbonetrassen, wobei etwa 60 Kilometer der Kabelführungssysteme der Deutschen Bahn synergetisch genutzt werden, um 65 Kilometer Glasfaserkabel zu verlegen.
Im Rahmen der Landesförderung sind bereits 315 Kilometer Leerrohre und 319 Kilometer Glasfaser verlegt oder gepachtet worden. Das bedeutet, dass insgesamt 18.127 Teilnehmeranschlüsse realisiert werden können. Darunter sind 642 Anschlüsse für Gewerbebetriebe, 66 für Schulen, 4 für Krankenhäuser und 25 für öffentliche Gebäude. Eine Menge, oder? Bisher wurden stolze 9,1 Millionen Euro aus der Landesförderung ausgezahlt, und das Land hat 156 Förderprojekte für den Ausbau der Ortsnetze im Ostalbkreis bewilligt – mit einer Investition von rund 101,56 Millionen Euro. Dazu kommen noch 122,06 Millionen Euro an Bundesfördermitteln. Das ist eine ordentliche Summe, die in die digitale Zukunft der Region fließt!
Ein Blick in die digitale Zukunft
Ein gut ausgebautes Backbone-Netz verbindet die Glasfasernetze der Gemeinden und ermöglicht den Zugang zu überregionalen Netzwerken. Der Verlauf des Backbone-Netzes wird im Geographischen Informationssystem (GIS) dokumentiert und dem Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung zur Bestätigung vorgelegt. All diese Maßnahmen sind nicht nur sinnvoll, sie sind notwendig, um die digitale Kluft zu schließen und den Menschen in dieser Region den Zugang zu modernen Kommunikationsmitteln zu ermöglichen.
In einer Zeit, in der das Internet eine essentielle Rolle in unserem Alltag spielt, ist es beruhigend zu sehen, dass in der Region Ostalbkreis so engagiert an der Verbesserung der Infrastruktur gearbeitet wird. Es bleibt spannend, wie sich die Projekte entwickeln werden und welche neuen Möglichkeiten sich für die Bürgerinnen und Bürger eröffnen. Man darf auf die nächsten Schritte gespannt sein!
Für weitere Informationen zu diesem Thema, schauen Sie doch mal auf die Schwäbische Post. Dort finden Sie alle Details zu den geplanten Maßnahmen und deren Fortschritt. Auch die offizielle Seite des Landes Baden-Württemberg bietet interessante Einblicke in die Entwicklungen rund um den Breitbandausbau im Ostalbkreis.