In Pforzheim, am vergangenen Wochenende, wurde ein neues Abenteuer für Kinder eröffnet: die Pforzheimer Spielstadt. Diese Miniaturversion der Stadt, die sich an der Konstanzer Straße 3 befindet, bietet Kindern im Alter von drei bis acht Jahren die Möglichkeit, in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Philipp Zinner, der Geschäftsführer, und sein Geschäftspartner Maximilian Vollmer haben mit einem zehnköpfigen Team dieses Projekt ins Leben gerufen. Nach etwa eineinhalb Jahren Planung dürfen die kleinen Besucher nun in einem Raum von rund 400 Quadratmetern spielen, der mit Häusern, einem Bällebad und einem Kletterturm ausgestattet ist. Die Spielstadt spiegelt nicht nur Pforzheim wider, sondern bindet auch lokale Unternehmen wie die Bäckerei Raisch und das Rexkino ein. Ein aufregendes Konzept, das sicherlich viele Familien anziehen wird!

Die Idee zur Spielstadt kam Zinner aus seinen eigenen Erfahrungen als Vater. Er wollte einen Ort schaffen, an dem Kinder spielen, lernen und ihre Kreativität entfalten können. Hier dürfen die Kinder echte Rollen mit Uniformen und Werkzeugen übernehmen und sogar ihre eigene Währung verdienen. Dabei steht das selbstbestimmte Spiel im Vordergrund. Es gibt keine Skripte oder Druck – einfach nur Spaß! Und das Ganze fördert nicht nur die Fantasie, sondern auch das Verständnis für die Welt der Erwachsenen. Die Kinder können beispielsweise als Feuerwehrmann oder Bäcker arbeiten und die erarbeiteten Spielgelder an anderer Stelle ausgeben. Ein Konzept, das nicht nur unterhält, sondern auch bildet.

Ein Ort für Gemeinschaft und Entwicklung

Die Spielstadt hat eine eigene Verkehrsführung mit Straßen, Ampeln und Schildern – alles ist darauf ausgelegt, dass die Kinder selbständig agieren. Sicherheitsaspekte sind dabei nicht zu vernachlässigen: gepolsterte Häuser und ein Fallschutzboden sorgen dafür, dass die kleinen Abenteurer sicher spielen können. Ein Café-Bereich mit 35 Sitzplätzen lädt Eltern zum Verweilen ein, während die Kinder in ihre Rollen eintauchen. Zudem gibt es spezielle Familienangebote, die den Besuch für alle erschwinglich machen. Kinder unter drei Jahren haben sogar freien Eintritt!

Besucher sollten beachten, dass die Kapazität begrenzt ist, weshalb eine Online-Buchung empfohlen wird. Neben dem regulären Spielbetrieb können auch Kindergeburtstage in der Spielstadt gefeiert werden. Ein echtes Highlight für junge Geburtstagskinder! Die Öffnungszeiten sind von Mittwoch bis Freitag von 15 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 9.30 bis 18 Uhr. Montag und Dienstag bleibt die Spielstadt geschlossen – Zeit zum Verschnaufen für das Team!

Ein Blick in die Geschichte der Spielstädte

Das Konzept der Kinderspielstädte ist nicht neu, sondern hat seine Wurzeln bereits in den 1970er Jahren. Die erste Stadt, „Mini-München“, wurde damals ins Leben gerufen. Das Düsseldorfer Projekt „Düsseldörfchen“ hat sich seit seiner Gründung 1989 zur festen Größe entwickelt und zieht jedes Jahr zahlreiche Kinder an. In diesen temporären Städten können Kinder spielerisch gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Zusammenhänge kennenlernen und gleichzeitig ihre sozialen Fähigkeiten stärken. Die Struktur ist so angelegt, dass sie den echten Städten ähnelt – angepasst an die Bedürfnisse und Interessen der Kinder. Hier lernen sie Cooperation, Kommunikation und Verantwortungsbewusstsein, während sie gleichzeitig Spaß haben.

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Die Pforzheimer Spielstadt ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Sie könnte eine wertvolle Ergänzung zu den bereits bestehenden Konzepten werden – ein Ort, an dem Kinder gemeinsam spielen, lernen und wachsen können. Vielleicht ist das der Grund, warum immer mehr Eltern und Kinder sich auf die neuen Möglichkeiten freuen, die hier geschaffen werden. Wer weiß, welche neuen Abenteuer sie erleben werden!

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