Heute, am 28.06.2026, fand im DDR-Museum Pforzheim eine Stiftungsversammlung der Stiftung „Lernort Demokratie – Das DDR Museum Pforzheim“ statt, die im Herzen der Stadt, an der Hagenschießstraße, stattfand. Etwa 20 Personen aus dem Kreis der Stifter, des Fördervereins und des städtischen Kulturamts waren anwesend. Die Atmosphäre war – wie immer bei solchen Treffen – von einem gewissen Enthusiasmus geprägt. Volker Römer, ein bekanntes Gesicht und Mitglied des Stiftungsvorstands, eröffnete die Versammlung und stellte gleich zu Beginn klar, dass die letzten zwei Jahre für das Museum turbulent waren.

Die Mitglieder des Vorstands, darunter Römer selbst, Kai Adam als stellvertretender Vorsitzender, Birgit Kipfer und Marianne Engeser, die erst Ende 2024 das Amt der Vorsitzenden übernommen hat, sind voller Energie und Ideen. Engeser, die auch CDU-Stadträtin und ehemalige Landtagsabgeordnete ist, stellte sich vor und betonte, dass sie zwar keine Spezialistin für die DDR sei, aber fest entschlossen sei, das Museum zu fördern. Ein offenes Ohr und ein engagierter Einsatz – das sind Eigenschaften, die in der Versammlung deutlich spürbar waren.

Das DDR-Museum als Ort der Demokratiebildung

Das DDR-Museum Pforzheim, gegründet von Klaus Knabe im September 1998, hat sich zu einem wichtigen Ort für Demokratiebildung entwickelt. Seit 2012 wird es von der gemeinnützigen Stiftung LERNORT DEMOKRATIE – DAS DDR-MUSEUM PFORZHEIM weitergeführt und zieht jährlich über 4.000 Besucher:innen an. Es ist das einzige Museum in den alten Bundesländern, das sich intensiv mit der deutsch-deutschen Geschichte und der Diktatur in der DDR auseinandersetzt.

Jeden Sonntag öffnet das Museum seine Türen und bietet um 14 Uhr eine öffentliche Führung an. Das Interesse an der Geschichte der DDR ist ungebrochen, und die Menschen suchen nach einem Verständnis für die Vergangenheit. Auf Anfrage öffnet das Museum auch unter der Woche für Gruppen und Schulklassen und bietet ein kostenfreies analoges sowie digitales Bildungsangebot zur DDR-Geschichte und Demokratiebildung an. Die aktuellen Termine und Veranstaltungshinweise werden regelmäßig auf der Webseite des Museums veröffentlicht, was es leicht macht, immer auf dem Laufenden zu bleiben.

Finanzielle Herausforderungen und die Zukunft des Museums

Trotz des großen Interesses und der engagierten Arbeit bleibt das Museum mit finanziellen Herausforderungen konfrontiert, wie bei der Versammlung angesprochen wurde. Die letzten zwei Jahre waren nicht nur turbulent, sondern auch finanziell herausfordernd. Das Team im Museum ist bemüht, Wege zu finden, um weiterhin ein qualitativ hochwertiges Angebot aufrechterhalten zu können. Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich das Museum in den kommenden Jahren entwickeln wird, und ob die Pläne, die Engeser und ihr Team haben, in die Tat umgesetzt werden können.

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Die Versammlung heute hat jedoch gezeigt, dass die Leidenschaft für die Geschichte und die Bildung über Demokratie auch in schwierigen Zeiten Bestand hat. Der Teamgeist im Museum ist stark, und das ist vielleicht der wichtigste Faktor, um diese Herausforderungen gemeinsam zu meistern. In einer Welt, in der Demokratie immer wieder auf die Probe gestellt wird, bleibt der Lernort Demokratie ein Leuchtturm – nicht nur für die Vergangenheit, sondern auch für die Zukunft.

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