Heute ist der 7.05.2026 und in der ruhigen Gemeinde Zimmern ob Rottweil ist es zu einem erneuten Feuerwehreinsatz gekommen. Am Donnerstagabend, gegen 20:25 Uhr, wurde die Feuerwehr über eine unklare Rauchentwicklung alarmiert. Dies war bereits der zweite Vorfall innerhalb von 24 Stunden, nachdem am Mittwoch ein Brand mit Explosion in einem Entsorgungsbetrieb gemeldet wurde. Die Feuerwehr Zimmern konnte die Rauchentwicklung bestätigen, die sich über ein benachbartes Waldgebiet und die Straße zur Autobahn zog.
Die Alarmstufe wurde zunächst auf B2 gesetzt, was eine unklare Rauchentwicklung bedeutete. Später wurde sie auf B3 erhöht, was auf die Dringlichkeit der Situation hinweist. Mehrere Abteilungen der Feuerwehr Zimmern wurden zusammengezogen, und die Drehleiter der Feuerwehr Oberndorf wurde ebenfalls alarmiert. Insgesamt waren acht Fahrzeuge und 50 Einsatzkräfte vor Ort, unter der Einsatzleitung von Frank Scherfer, dem Kommandanten der Feuerwehr Zimmern. Um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, wurde vorsorglich eine Wasserversorgung vom Industriegebiet Inkom aufgebaut. Glücklicherweise gab es keine Betroffenen, und der Rettungsdienst war in Bereitschaft.
Der erste Vorfall: Explosion durch Metallkanister
Der erste Vorfall ereignete sich am Mittwochnachmittag, gegen 16:00 Uhr, als der Kranfahrer eine Rauchentwicklung entdeckte. Diese war das Ergebnis eines Metallkanisters, der unsachgemäß im Restmüll entsorgt worden war. Als der Kranfahrer versuchte, den Kanister aus dem Müll zu entfernen, kam es zu einer Explosion, die eine Brandausweitung zur Folge hatte. Die Mitarbeiter des Entsorgungsunternehmens schafften es, das Feuer zunächst einzugrenzen, bevor die Freiwillige Feuerwehr die Löscharbeiten übernahm. Ein Gabelstapler, der sich in der Nähe befand, wurde erheblich beschädigt, und der Sachschaden wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt. Zum Glück gab es bei beiden Vorfällen keine Verletzten.
Die Polizei ist ebenfalls vor Ort und hat ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Brandstiftung eingeleitet. Bisher ist unklar, welcher Stoff sich genau im Kanister befand. Das bleibt ein zentraler Punkt der Ermittlungen, da die Gefahren durch unsachgemäß entsorgte Materialien nicht unterschätzt werden sollten. Es ist ein ernstes Thema, das nicht nur die Sicherheit der Feuerwehrleute, sondern auch der Anwohner gefährdet.
Die Geschehnisse in Zimmern ob Rottweil werfen ein grelles Licht auf die Wichtigkeit der richtigen Entsorgung von Gefahrstoffen. Immer wieder kommt es zu ähnlichen Vorfällen, die nicht nur das Leben von Menschen, sondern auch die Umwelt gefährden. Es bleibt zu hoffen, dass die Ermittlungen schnell vorankommen und solche Vorfälle in Zukunft verhindert werden können.