Heute ist der 8.05.2026 und in Schwäbisch Gmünd gibt es Neuigkeiten, die unter die Haut gehen. Im Café „Oh Mother“ ist es momentan alles andere als Routine. Sabine Stephan, die Betreiberin, ist nur selten im Café anzutreffen, da sie viel Zeit bei ihrem krebskranken Mann Florian verbringt. Es ist eine herausfordernde Zeit für die Familie, denn Florian kämpft gegen eine seltene Form von Lungenkrebs und erhielt eine schlechte Prognose. Um Gerüchte zu vermeiden, möchte Sabine, dass ihre Gäste über ihre Abwesenheit Bescheid wissen. Denn das Café war und bleibt ihr Herzensprojekt, auch wenn die Gesundheit ihres Mannes an erster Stelle steht.

Vor knapp vier Jahren zog „Oh Mother“ von der Bocksgasse in neue Räumlichkeiten in der Postgasse um. Florian war beim Ausbau tatkräftig beteiligt, was zeigt, wie eng die beiden zusammenarbeiten. In den letzten Monaten hat sich Sabine auf ihr junges Team verlassen können, das in dieser schwierigen Phase eine wertvolle Unterstützung war. Das zweite Standbein des Cafés, das im Weleda-Erlebniszentrum in Wetzgau angesiedelt war, musste nach drei Jahren aufgegeben werden, da Weleda den Pachtvertrag nicht verlängerte. Sabine äußert, dass diese Entscheidung nicht in ihrer Hand lag und es keinerlei Kommunikation darüber gab.

Die Hintergründe und die Reaktionen

Die Nichtverlängerung des Vertrags wurde von Weleda bestätigt, die erklärten, dass solche Entscheidungen Teil der laufenden Standortentwicklung seien. Man wolle mit dem Pächterwechsel neue Impulse setzen, da das gastronomische Angebot für viele Besucher wichtig sei. Sabine ist jedoch der Überzeugung, dass die Entscheidung nicht an ihrem Konzept lag. Der Nachfolger führt viele ihrer Angebote fort, was vielleicht auch ein Zeichen dafür ist, dass es an der Qualität der Arbeit nicht gelegen hat.

Manchmal hat sie sogar daran gedacht, alles hinzuschmeißen – das Café aufzugeben. Doch der Traum, den sie mit „Oh Mother“ verwirklichen wollte, gibt ihr die Kraft weiterzumachen. Das Café ist ein Teil von ihr, und trotz der Herausforderungen bleibt sie entschlossen, ihren Weg zu gehen.

Kampf gegen den Krebs

Florians Kampf gegen den Krebs ist nicht nur eine persönliche Tragödie, sondern auch ein Teil des größeren Themas, das viele Menschen betrifft. Um die Krebsmedizin voranzubringen, sind gesicherte und nachhaltige finanzielle Mittel erforderlich. Oft reicht die öffentliche Förderung nicht aus, um die nötige Finanzierung zu sichern. Die Deutsche Krebshilfe ist der größte private Geldgeber für Krebsforschung in Deutschland und stellt jährlich Millionenbeträge für neue Projekte zur Verfügung. Im Geschäftsjahr 2022 wurden beispielsweise etwa 73,3 Millionen Euro für Grundlagenforschung, klinische Krebsforschung und Versorgungsforschung bereitgestellt. Diese Mittel kommen aus Spenden der Bevölkerung, die damit einen wichtigen Beitrag leisten, um die Forschung voranzutreiben.

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Inmitten dieser schweren Zeiten bleibt Sabine Stephan ein Beispiel für ungebrochene Hoffnung und Entschlossenheit. Ihr Café ist nicht nur ein Ort der Begegnung, sondern auch ein Teil ihrer Lebensgeschichte – eine Geschichte, die in Schwäbisch Gmünd weiterhin erzählt wird.