Heute ist der 26.05.2026 und in Stuttgart wird die Niederlage des VfB Stuttgart im DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern München noch immer heiß diskutiert. Mit einem 0:3 ging das Team um Cheftrainer Sebastian Hoeneß aus diesem prestigeträchtigen Duell hervor. Für viele kam es überraschend, dass Chema in der Startelf stand, schließlich war Kapitän Atakan Karazor nicht voll trainiert und musste passen.
Chema, der erst vor dieser Saison für drei Millionen Euro von der zweiten Mannschaft von Real Madrid nach Stuttgart gewechselt ist, zeigte sich trotz der Niederlage von seiner besten Seite. Er spielte auf der Sechserposition, kämpfte unermüdlich in den Zweikämpfen und war laufstark. Doch das Spiel hatte auch seine Schattenseiten: In der 55. Minute unterlief ihm ein Stellungsfehler, den der Starspieler Harry Kane eiskalt zum Führungstreffer nutzte. Auch beim zweiten Tor von Kane war Chema nicht optimal positioniert. Dennoch muss erwähnt werden, dass er es schaffte, DFB-Star Jamal Musiala gut zu neutralisieren.
Ein Blick auf die Bayern
Die Bayern hingegen präsentierten sich in dieser Saison stark. Josip Stanišić, 26 Jahre alt, sprach über den Einsatz und die Teamleistung, die entscheidend für den Erfolg der Münchener waren. „Alle Spieler hatten die gleichen Ziele und arbeiteten hart dafür“, so Stanišić. Es gab keine Momente, in denen die Spieler weniger als 100 Prozent gaben. Diese Hingabe bekam man auch auf dem Platz zu spüren. Es ist akzeptabel, in Duellen zu verlieren, solange der Einsatz stimmt. Und das war bei den Bayern definitiv der Fall.
Für den VfB Stuttgart, der in der abgelaufenen Saison nur acht Tore nach Standardsituationen erzielte, ist die Herausforderung jetzt umso größer. Mit dem ablösefreien Wechsel von Grischa Prömel von Hoffenheim wird der Konkurrenzkampf im defensiven Mittelfeld weiter angeheizt. Chema wird sich warm anziehen müssen, denn die Rückkaufoption, die Real Madrid für ihn hat, könnte bis zu 20 Millionen Euro betragen, falls sie ihn zurückholen möchten.
In seinem ersten Jahr beim VfB absolvierte Chema 39 Pflichtspiele, erzielte vier Tore und gab zwei Assists. Auch wenn die Mannschaft den Titel nicht verteidigen konnte, zeigt die Leistung des Teams, dass sie auf dem richtigen Weg sind. Vielleicht gelingt es ihnen in der nächsten Saison, ihre Schwächen abzulegen und sich zurück an die Spitze zu kämpfen.
