Heute ist der 26.04.2026. In Villingen-Schwenningen hat die Stadt Villingens City ein neues, farbenfrohes Gesicht erhalten. Die Schulstiftung der Erzdiözese hat 200.000 Euro in die Neugestaltung von St. Ursula investiert, wodurch die Bickenstraße nun in hellblauen, pistaziengrünen und greigen Tönen erstrahlt. Dieser farbliche Akzent bringt frischen Wind in eine zuvor unspektakuläre Umgebung mit angegrauten Hauswänden.

Besonders ins Auge fällt der Bereich vor dem Bickentor, wo sich die Klosterkirche St. Ursula, auch bekannt als Bickenkapelle, befindet. Trotz ihrer historischen Bedeutung ist der Eingang zur Ursula-Kapelle zurückversetzt und somit leicht zu übersehen. Die Kapelle hat eine lange Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht, als sie am linken Brigachufer erbaut wurde. Während der Belagerung im Jahr 1633 retteten die Bürger von Villingen das Nägelinskreuz, ein Gnadenbild, das noch heute an die bewegte Vergangenheit erinnert.

Geschichtlicher Hintergrund und künstlerische Akzente

Die Kapelle wurde 1669 nach einem weiteren Angriff neu errichtet und war früher ein zentraler Ort der Verehrung, insbesondere wegen einer Marien-Pieta, die von den Villinger Bürgern geschätzt wurde. Der Marienbrunnen von Klaus Ringwald, der sich vor der Kirche befindet, ergänzt mit seinem akustischen Wasserplätschern die meditative Atmosphäre dieses geschichtsträchtigen Ortes. Ab dem Jahr 2026 finden hier montags um 18:30 Uhr Gottesdienste unter Altdekan Josef Fischer statt, was die spirituelle Bedeutung von St. Ursula weiter unterstreicht.

Die Ursulinenklostergeschichte ist eng mit der Entwicklung der Bildung in der Region verknüpft. St. Ursula war früher eine Mädchenschule, die 2015 in den Schulbetrieb integriert wurde. In diesem Jahr wurden auch die Ordensschwestern abgezogen, und die ehemaligen Schwesternzimmer erfuhren eine Umgestaltung. Die Geschichte des Klosters ist jedoch von Umbrüchen geprägt; so musste die Schule während der Nazizeit von 1940 bis 1945 geschlossen werden. Die Ursulinen klösterlichen Ursprungs gehen auf zwei Gemeinschaften zurück, die Dominikanerinnen und Klarissen, die 1782 aufgelöst wurden.

Ein Blick in die Zukunft

Der neue Anstrich von St. Ursula ist nicht nur ein ästhetisches Upgrade, sondern symbolisiert auch einen Neuanfang und die Wiederbelebung der Stadt. Historische Gebäude wie die Klosterringschule und die Kirche des ehemaligen Dominikanerinnenklosters tragen zur kulturellen Identität Villingen-Schwenningens bei. Die Neugestaltung hat das Potenzial, nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische anzuziehen, die sich für die geschichtlichen und spirituellen Aspekte ihrer Heimat interessieren.

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Insgesamt steht die Neugestaltung von St. Ursula für einen gelungenen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, der durch moderne Farben und künstlerische Akzente verstärkt wird. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich dieser Ort in den kommenden Jahren weiter entwickeln wird, sowohl als kulturelles Erbe als auch als aktiver Teil des städtischen Lebens.

Für weitere Informationen können Sie die vollständige Quelle [hier](https://www.suedkurier.de/schwarzwald/neue-farben-alte-geheimnisse-warum-st-ursula-in-villingen-jetzt-zum-hingucker-wird-114030352) nachlesen.