Amélie Herzog, die zweitbeste Torschützin des VfL Waiblingen in dieser Saison, wird den Verein verlassen. Ihr Abschied erfolgt aus familiären Gründen, die sich erst kürzlich ergeben haben. Nach dem letzten Saisonspiel am 30. Mai gegen den HSV Solingen-Gräfrath kehrt sie zurück in die Nähe ihrer Geburtsstadt Mulhouse im Elsass. Dabei ist sie erst seit dieser Saison beim VfL aktiv und hat bereits einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Mit ihren 23 Jahren bringt Herzog nicht nur Talent, sondern auch wertvolle Erfahrungen aus der französischen Liga mit. Vor ihrem Wechsel zum VfL Waiblingen spielte sie drei Jahre beim Palente Besançon HB in der zweiten französischen Liga. Als Linkshänderin misst sie 1,67 Meter und hat sich vorgenommen, ihr Können im deutschen Handball weiter auszubauen. Der VfL Waiblingen hat in dieser Saison den Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen gesichert und plant, den Kader weiter zu verändern. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Mannschaft ohne Herzog entwickeln wird.
Ein Umbruch im Team
Die Verantwortlichen des VfL Waiblingen haben bereits erste Schritte unternommen. Torhüterin Laura Hoke, erst 19 Jahre alt, wurde unter Vertrag genommen und befindet sich derzeit in der Reha. Sie soll im Sommer wieder fit für den Spielbetrieb sein. Gleichzeitig gab es auch einige Abgänge: Julia Herbst bat um eine sofortige Vertragsauflösung, was zu ihrer Trennung vom Verein führte. Ihre Rückenprobleme und unterschiedliche sportliche Auffassungen waren ausschlaggebend. Zudem verlässt Leana Heim den Verein und wechselt zur HSG Stuttgart Metzingen, während Tarja Weiß ab Sommer für Schmiden/Oeffingen II spielen wird. Samia Hornung zieht zur SG Schozach-Bottwartal, und Romy Allgaier wird mit einem Zweitspielrecht für den VfL Waiblingen und Frisch Auf Göppingen aktiv sein.
Die Situation bei den Waiblingern ist spannend. Trotz der Abgänge sind die Verantwortlichen optimistisch bezüglich der kommenden Saison. Sie haben bereits einige neue Spielerinnen im Blick und scheinen sich gut aufzustellen. Spielerwechsel innerhalb der Saison sind in der Handball-Bundesliga nicht unüblich. Statistiken zu Torschützen, Paraden und weiteren wichtigen Daten werden von DAIKIN HBL umfassend erfasst und könnten dem Verein bei der Kaderplanung helfen. Die Handball-Bundesliga, die 1966/67 gegründet wurde, hat sich über die Jahre stark entwickelt, und die Datenbank gilt als eine der umfangreichsten Europas.
In Waiblingen wird die nächsten Monate also viel passieren. Der Abschied von Amélie Herzog ist sicherlich ein Verlust, aber auch eine Chance für den Verein, sich neu aufzustellen und frischen Wind ins Team zu bringen. Das Publikum kann gespannt sein, wie sich die Mannschaft in der nächsten Saison präsentieren wird.