Heute ist der 12. Mai 2026 und in Waldshut gibt es etwas ganz Besonderes zu erleben. Die Wanderausstellung „Grün oder Grau“ hat ihre Pforten im Diakonischen Werk geöffnet. Hier werden die Besucher auf eine visuelle Reise durch die Region mitgenommen, die sowohl die grüne Schönheit als auch die grauen Seiten unserer Umwelt zeigt. Fotograf Martin Schulte-Kellinghaus hat mit seiner Kamera die Kontraste zwischen lebendiger Natur und urbaner Betondecke festgehalten. Auf vielen Bildern finden sich sowohl üppige Bäume und blühende Parkanlagen als auch triste Straßen und versiegelte Flächen, die den Klimawandel und das Artensterben thematisieren.

Die Ausstellung wird unterstützt von mehreren Kooperationspartnern, darunter die Evangelische Erwachsenenbildung Hochrhein-Markgräflerland, der Runder Tisch Klima Lörrach, die BUND Ortsgruppe Lörrach sowie Grenzach-Whylen. Stefani Günther von der Diakonie hat den Fotografen herzlich willkommen geheißen und betont, wie wichtig Grünflächen für das Wohlbefinden der Menschen sind. „Es ist einfach entscheidend, dass wir mehr Grün in unseren Städten schaffen“, äußerte sie sich enthusiastisch. Die Ausstellung läuft noch bis zum 14. August und hat von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Perfekt für einen kleinen Besuch nach der Arbeit oder am Wochenende!

Die Leidenschaft des Fotografen

Martin Schulte-Kellinghaus, der seit 50 Jahren in Südbaden lebt, hat sich in seinem „dritten“ Leben der Fotografie verschrieben. Nach einer Karriere als Lehrer in Rheinfelden hat er sich der kreativen Seite seiner Persönlichkeit zugewandt. Mit einer professionellen Digitalkamera und oft auf seinem E-Bike unterwegs, radelt er Straße für Straße ab und hält die Schönheit der Region fest. „Ich liebe es, die kleinen Details zu entdecken, die oft übersehen werden“, sagt er. Graffitis, mythische Orte und Brauchtum faszinieren ihn besonders und verleihen seinen Bildern eine besondere Tiefe.

Das Augenmerk, das Schulte-Kellinghaus auf die verschiedenen Facetten der Natur legt, ist nicht nur eine künstlerische Entscheidung, sondern auch ein Appell an alle, sich mit dem Klimawandel und den Herausforderungen, die er mit sich bringt, auseinanderzusetzen. „Wir müssen umdenken und mehr für unsere Umwelt tun“, erklärt er. Die Kombination aus direkten Eindrücken und der kreativen Umsetzung in Fotografien ist ein starkes Werkzeug, um Bewusstsein zu schaffen und zum Handeln zu motivieren.

Ein Blick in die Zukunft

Die Ausstellung „Grün oder Grau“ ist mehr als nur eine Sammlung von Bildern; sie ist ein Aufruf, die eigene Umgebung zu hinterfragen und sich aktiv für mehr Grün in den Städten einzusetzen. In Zeiten des Klimawandels, wo jeder Quadratmeter Grün zählt, ist es wichtig, dass solche Initiativen Aufmerksamkeit erhalten und die Menschen zum Nachdenken anregen. Das Interesse an der Ausstellung zeigt, dass viele Bürgerinnen und Bürger bereit sind, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen.

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Für all jene, die noch nicht da waren, lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall. Und für die, die bereits da waren, gibt es sicher immer wieder Neues zu entdecken. Die Gedanken und Emotionen, die die Bilder auslösen, bleiben im Kopf – und vielleicht sogar im Herzen. Also, nichts wie hin! Die Natur wartet darauf, wiederentdeckt zu werden.

Für weitere Informationen zur Ausstellung und zu den Hintergründen empfehle ich, die ausführliche Berichterstattung auf Südkurier nachzulesen.