Schließung der Freien Waldorfschule Dachsberg zum Ende des Schuljahres
In der kleinen Gemeinde Dachsberg, die im Landkreis Waldshut liegt, stehen die Zeichen auf Abschied. Das Regierungspräsidium Freiburg hat die Schließung der Freien Waldorfschule Dachsberg zum Ende des laufenden Schuljahres angekündigt. Diese Entscheidung kommt nicht überraschend, denn bereits seit Frühjahr 2025 gab es immer wieder Beschwerden über die Schule, die von der Schulaufsicht geprüft wurden. Die Gründe für die Schließung sind vielfältig und erdrückend: Mangelhafte Durchführung von Abschlussprüfungen, Verletzungen der Aufsichtspflicht und gravierende Verstöße gegen Hygiene sowie Brand- und Arbeitsschutz. Die Unzuverlässigkeit des Schulträgers, des Waldorfkindergarten- und Waldorfschulvereins Dachsberg e.V., tat ihr Übriges.
Aktuell werden an der Waldorfschule rund 200 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, deren Einzugsbereich über die Gemeinde Hotzenwald hinausreicht. Doch die Zukunft dieser Schülerinnen und Schüler ist nun ungewiss. Die Betriebsgenehmigung wird zum 31. Juli 2026 entzogen, und die Staatlichen Schulämter sind bereits vorbereitet, um betroffene Familien zu beraten. Es stehen jedoch ausreichend Plätze an anderen Schulen zur Verfügung – das ist ein kleiner Lichtblick in dieser schwierigen Situation.
Gründe für die Schließung
Die Entscheidung des Regierungspräsidiums wurde nicht leichtfertig getroffen. Regierungspräsident Carsten Gabbert äußerte, dass kein Vertrauen mehr in die ordnungsgemäße Führung der Schule bestehe. Der Schulträger hatte die Möglichkeit, auf die vorgebrachten Mängel zu reagieren und Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten – doch diese wurden als unzureichend bewertet. Das jüngst eingesetzte Koordinationsteam hat zwar versucht, die Situation zu verbessern, doch die Maßnahmen blieben ungenügend.
Das Ausmaß der Probleme ist alarmierend. Die hohe Fluktuation bei Lehrkräften und Schülern lässt erahnen, wie schwierig die Situation an der Schule war. Mehrfach wurden Verstöße in den Bereichen Hygiene und Arbeitsschutz festgestellt, die nicht nur die Sicherheit der Schüler, sondern auch die Qualität der Ausbildung in Frage stellten. Beschwerden über die Schule, die sich seit 2025 häuften, führten letztendlich zu dieser drastischen Maßnahme, die den Schulträger in eine prekäre Lage bringt.
Reaktionen und Ausblick
Der Trägerverein äußerte Bedauern über die Entscheidung und prüft nun mögliche Rechtsmittel. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist für Mitte Juli geplant, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Es bleibt abzuwarten, wie die Mitglieder des Vereins auf die Situation reagieren und welche Schritte sie unternehmen werden. Für die betroffenen Schülerinnen und Schüler bedeutet dies, dass sie sich auf einen Schulwechsel vorbereiten müssen, was für viele sicherlich eine große Umstellung darstellt. Die Schulämter stehen bereit, um diesen Übergang so reibungslos wie möglich zu gestalten.
Einige Details zu den Vorwürfen wurden aus Rücksicht auf die Schulgemeinschaft nicht veröffentlicht, was die Situation noch mysteriöser erscheinen lässt. Es ist klar, dass die Schließung der Waldorfschule Dachsberg nicht nur eine lokale Angelegenheit ist, sondern auch Fragen zur Qualität und Sicherheit in der Schulbildung aufwirft. Die Schulgemeinschaft steht nun vor einer ungewissen Zukunft, während die Behörden alles daran setzen, die betroffenen Familien zu unterstützen.
Für weitere Informationen zur Schließung können Interessierte die offizielle Mitteilung des Regierungspräsidiums Freiburg auf SWR nachlesen oder sich auf der Webseite des Regierungspräsidiums informieren. Auch verschiedene regionale Nachrichtenportale berichten über die Entwicklungen, die für viele Eltern und Schüler von großer Bedeutung sind.
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