Im Zollernalbkreis gibt es aktuell spannende Entwicklungen, die die Verkehrsinfrastruktur der Region betreffen. Landrat Günther-Martin Pauli hat die neue Landes-Verkehrsministerin Nicole Razavi (CDU, MdL) zu einem Kreisbesuch eingeladen. Der Grund? Dringende Straßenbauprojekte stehen auf der Agenda, die dringend angepackt werden müssen. Pauli ist sich sicher: Die Region ist verkehrstechnisch seit Jahrzehnten abgeschnitten. Das ist ein echter Notfall!

Besonders wichtig sind seiner Meinung nach der Neubau der Brücke über die Eyach und die Eisenbahnlinie nahe Dürrwangen, besser bekannt als Eyachviadukt. Das Verkehrsministerium plant, die bestehende Brücke abzureißen und an derselben Stelle neu zu bauen. Die Begründung dafür klingt zwar nachvollziehbar – man möchte ein aufwendiges Planfeststellungsverfahren vermeiden – doch Pauli warnt vor „verheerenden Folgen“ für die gesamte Region. Eine parallele Errichtung der neuen Brücke sei unerlässlich, um Unterbrechungen der Verkehrsader und Umleitungen durch angrenzende Ortschaften zu verhindern.

Geplante Gewässerschutzarbeiten

Ein weiterer entscheidender Aspekt sind die Gewässerschutzarbeiten, die ab dem 19. August 2024 für den Ersatzneubau der Brücke über die Eyach westlich von Albstadt-Laufen beginnen sollen. Dabei werden Stahlrohre mit einem Durchmesser von 2 Metern in die Gewässersohle der Eyach eingebracht und mit Schottermaterial überschüttet. Die Arbeiten sollen voraussichtlich am 18. September 2024 abgeschlossen sein – sofern das Wetter mitspielt.

Mit dem Ende der Gewässerschutzarbeiten wird auch die Sperrung der Fahrtrichtung Balingen aufgehoben, und die Verkehrsteilnehmer können wieder über die Albstädter und Balinger Ortsteile fahren. Allerdings wird es einige Änderungen geben: Temporäre Ampelanlagen und die geänderte Verkehrsführung müssen nach Abschluss der Arbeiten zurückgebaut werden.

Instandsetzung des Tunnels Albstadt-Laufen

Ein weiteres großes Projekt, das die Region im kommenden Jahr betreffen wird, ist die Instandsetzung des Tunnels Albstadt-Laufen. Diese Bauleistungen wurden europaweit ausgeschrieben und für rund 20,2 Millionen Euro vergeben. Die geplante Außerbetriebnahme des Tunnels ist für die zweite Oktoberhälfte 2024 angesetzt. Vorbereitende Arbeiten auf der Umleitungsstrecke in der Balinger Straße beginnen bereits vor der Sperrung des Tunnels. Zudem wird ein Fußgängersteg über die Balinger Straße in Albstadt-Laufen am 21. September 2024 aufgebaut.

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Die Einrichtung von Ampelanlagen an mehreren Einmündungen wird die Verkehrsteilnehmer in den Tagen nach dem Stegaufbau ebenfalls beschäftigen. Fortlaufende Informationen über den Projektverlauf und die damit verbundenen Verkehrsumstellungen werden vom Regierungspräsidium bereitgestellt. Wer die aktuellsten Informationen zu Sperrungen und Umleitungen sucht, sollte einen Blick in das Baustelleninformationssystem (BIS) des Landes Baden-Württemberg werfen.

Die Situation im Zollernalbkreis ist spannend und herausfordernd zugleich. Die kommenden Monate werden zeigen, wie gut die Projekte umgesetzt werden und ob die dringend benötigte Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur tatsächlich gelingt.